Freigang-fall: droht laura freigang eine lange sperre?

Die Schlagzeilen überschlagen sich: Laura Freigang, Frankfurter Eintracht-Stürmerin und Nationalspielerin, steht vor einem möglichen Dopingsperre. Nicht wegen eines positiven Tests, sondern wegen drei verpasster Dopingkontrollen. Ein Fehler, der der jungen Sportlerin nun teuer zu stehen droht und die Frage aufwirft: Wie hart wird die Strafe ausfallen?

Die fakten: was ist wirklich passiert?

Freigang soll innerhalb eines Jahres drei Dopingkontrollen verpasst haben. Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) wertet dies als „drei Strikes“ und hat den Fall an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) weitergeleitet. Die Aufenthaltsangaben, die Freigang in der ADAMS-App hinterlegen musste, sollen nicht korrekt gewesen sein. Was zunächst wie ein unglücklicher Zufall aussieht, könnte nun ihre Karriere gefährden.

Es ist wichtig zu betonen: Gegen Laura Freigang besteht kein Verdacht auf Doping. Es geht ausschließlich um die versäumten Kontrollen, ein Verstoß gegen Artikel 2.4 der Anti-Doping-Richtlinien. Die NADA schreibt in ihren Richtlinien, dass bei drei versäumten Kontrollen „in der Regel zu einer Sperre von zwei Jahren mit der Möglichkeit der Herabsetzung der Sperre je nach Grad des Verschuldens der Athletin oder des Athleten führen kann“.

Die zahlen: versäumnisse im deutschen fußball

Die zahlen: versäumnisse im deutschen fußball

Die NADA führt im deutschen Fußball im vergangenen Kalenderjahr 907 Trainingskontrollen durch. Zehn Mal kam es dabei zu Test-Versäumnissen. Im Vergleich zu allen Athleten in Deutschland, bei denen 6.514 Kontrollen fernab der Wettkämpfe durchgeführt wurden und 294 Versäumnisse zu verzeichnen waren, sind drei verpasste Tests einer Person also durchaus ungewöhnlich. Das Management der Stürmerin und auch Eintracht Frankfurt äußern sich zu der Sache nicht.

Freigang selbst betonte auf Instagram, dass es sich bei den verpassten Kontrollen nicht um bewusst vermiedene Termine handelte, sondern um „Unstimmigkeiten bzw. Missverständnisse“ in den Angaben. Sie betonte zudem: „Gegen mich besteht und bestand zu keinem Zeitpunkt ein Dopingverdacht.“

Die konsequenzen: was droht laura freigang?

Die konsequenzen: was droht laura freigang?

Die Entscheidung über die Strafe trifft der DFB. Eine Anhörung von Freigang und Vertretern der NADA ist wahrscheinlich. Eine Sperre von mindestens einem Jahr scheint unvermeidlich, was bedeutet, dass sie die bevorstehende Weltmeisterschaft in Brasilien verpassen würde. Der Fall Karim Jallow, der ebenfalls versäumte Tests vorgeworfen wurden, zeigt, dass die Strafen hart ausfallen können. Auch wenn er zunächst freigesprochen wurde, folgte später eine rückwirkende Sperre von einem Jahr.

Die Situation ist für Freigang prekär. Ihre Karriere, die gerade erst so richtig in Fahrt gekommen war, steht auf dem Prüfstand. Es bleibt abzuwarten, wie der DFB entscheidet und welche Konsequenzen dies für die junge Stürmerin haben wird. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.