Freiburg scheitert knapp: stuttgart krönt sich zum pokalsieger!
Ein dramatisches Finale im DFB-Pokal! Der SC Freiburg, ambitioniert auf seinen zweiten Titel in der Geschichte, musste sich am Ende dem Überupfen des VfB Stuttgart geschlagen geben. Nach einer turbulenten Partie, die erst im Elfmeterschießen entschieden wurde, feiert der amtierende Champion seinen Titelverteidigung – ein Erfolg, der viele Fragen aufwirft.

Hoeness' überraschende taktische neuerung
Bereits vor dem Anpfiff sorgte Trainer Christian Streich für Aufsehen, indem er zu einer Dreierkette zurückkehrte – eine Entscheidung, die viele Beobachter überraschte, nachdem diese Formation in der jüngeren Vergangenheit nicht erfolgreich war. Ob dies der Grund für die späteren Schwächen in der Defensive war, bleibt Spekulation. Die Rückkehr von Deniz Undav in die Startelf war hingegen eine willkommene Nachricht für die Freiburger Fans, während Chema Andrés trotz seines Treffers gegen Bayern auf der Bank verbleiben musste.
Die Partie begann mit hoher Intensität, wobei beide Mannschaften frühzeitig zeigen wollten, wer die Kontrolle übernehmen würde. Schon in den ersten Minuten erhielt Makengo die gelbe Karte, ein deutliches Zeichen für das hohe Engagement des Freiburgers. Nartey folgte ihm kurz darauf mit einer harten Grätsche gegen Eggestein. Der VfB hatte zunächst Mühe, ins Spiel zu kommen, doch Nübel verhinderte in der 15. Minute durch eine Glanzparade gegen Eggestein den Rückstand.
Eggestein sticht hervor
In der 28. Minute war es dann doch so weit: Eggestein profitierte von einem Abpraller nach einem Kopfball von Ginter und brachte den SCF in Führung. Ein Treffer, der dem Spielverlauf entsprach, denn Freiburg präsentierte sich vor allem bei Standardsituationen gefährlich – eine Stärke, die bereits in der Europa League gegen Celtic deutlich wurde. Der VfB fand zunächst keine Antwort auf das aggressive Freiburg-Spiel.
Die zweite Halbzeit begann für Stuttgart verheißungsvoll. Fürich verfehlte das Tor knapp, und Karazor sah sein Tor aufgrund einer Abseitsstellung von Demirovic nicht anerkannt. Doch Freiburg schien dem Druck standzuhalten und konnte durch Undav mit einem cleveren Konter ausgleichen. Ein Moment, der die Partie völlig neu definierte.
Die verbleibende Spielzeit war geprägt von wachsamen Abwehrreihen und wenigen Torchancen. Lienhart traf die Latte, und erneut war es Nübel, der Stuttgart mit zwei prächtigen Paraden vor einem weiteren Rückstand bewahrte. Die Spannung im Stadion war kaum auszuhalten, als die Partie in die Verlängerung ging.
Der Schock in der Nachspielzeit
Auch in der Verlängerung blieb das Spiel offen. Ein angeblicher Treffer von Höler wurde zurückgenommen, und Fürich scheiterte ebenfalls an Nübbels Reflexen. Als sich bereits ein Elfmeterschießen abzeichnete, schlug Bouanani in der 118. Minute zu: Eine präzise Vorlage von Tiago Tomás ließ Bouanani keine halbe Chance und sicherte dem VfB Stuttgart den Pokalsieg. Ein bitterer Moment für Freiburg, der trotz einer starken Leistung am Ende leer ausging.
Der VfB Stuttgart hat damit bewiesen, dass er auch unter Zugzwang bestehen kann. Die Leistung in der zweiten Hälfte der Verlängerung lässt allerdings Zweifel an der Ausdauer aufkommen. Freiburg hingegen muss sich fragen, wo die entscheidenden Fehler lagen und wie man in Zukunft besser auf den Druck des Gegners reagieren kann. Ein Pokalfinale, das in die Geschichte eingehen wird – und die Fans noch lange beschäftigen wird.
