Frankreichs wm-traum: können mbappé, olise und dembélé die star-power bündeln?
Die Fußballwelt hält den Atem an: Frankreich, als einer der größten Favoriten für den WM-Titel 2026, steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Mit einem Kader voller Superstars wie Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé – und der Erwartung, im dritten Folge-Finale zu stehen – lastet ein enormer Druck auf den Schultern von Nationaltrainer Didier Deschamps.
Die generation mbappé: ein segen oder ein fluch?
Seit 2012 leitet Deschamps die Equipe Tricolore und prägte eine Ära des Erfolgs, die an die glorreichen Zeiten um Zidane erinnert. Der WM-Titel 2018 sollte der Höhepunkt sein, doch das Finale gegen Portugal und das verlorene Endspiel bei der EM im eigenen Land im Elfmeterschießen gegen Portugal schmerzten. Und nun, erneut, die Hoffnung auf den Triumph. Doch diesmal liegt die Frage weniger im individuellen Talent, sondern vielmehr in der Frage, ob diese Star-Power in ein funktionierendes Team verwandelt werden kann.
Die Offensive Frankreichs ist schlichtweg beeindruckend. Mbappé, der Kapitän und unangefochtene Star, hat bereits zwölf WM-Tore erzielt und könnte Miroslav Klose’s Rekord von 16 Toren übertreffen. Doch Cyril Morin von Eurosport warnt: „Wenn er bei diesem Turnier scheitert, werden die Reaktionen in Frankreich verrückt sein.“ Denn Mbappé trägt nicht nur die Last der Erwartungen, sondern auch die Kritik. Die PSG-Fans und viele Mbappé-Gegner fordern ihn als Mittelstürmer, während er im aktuellen System hinter dem jungen Rayan Cherki als Zehner agiert.

Olise und dembélé: können sie neben mbappé glänzen?
Neben Mbappé stechen Michael Olise und Ousmane Dembélé hervor. Beide haben das Potenzial, zu absoluten Leistungsträgern zu werden. Doch die Frage ist, ob sie in der Hierarchie neben Mbappé ihre Chance erhalten. Deschamps' taktische Finesse wird entscheidend sein, um das optimale Zusammenspiel zu finden. Die Offensive könnte einen weiteren Impuls vertragen, wenn sich der Fokus nicht ausschließlich auf Mbappé’s Genialität konzentriert. Désiré Doué und Rayan Cherki, zwei junge Talente, könnten hier überraschende Akzente setzen.
Die Stärke Frankreichs liegt in der individuellen Klasse. Saliba und Upamecano bilden ein Weltklasse-Innenverteidiger-Duo, und nahezu jeder Spieler im Kader steht bei einem Top-Klub unter Vertrag. Doch die Schwäche könnte in einem zu konservativen Ansatz liegen, der es den Superstars vorne schwer macht, sich voll in das Spiel einzubringen. Deschamps’ Versuche, den „Hurra-Fußball“ zu forcieren, führten in der Vorbereitung zu einer erschreckenden Abwehrschwäche.
Die Equipe Tricolore muss sich finden. Deschamps muss seine Stars auf eine Wellenlänge bringen und dafür sorgen, dass sie am gemeinsamen Ziel arbeiten. Kann er das schaffen? Oder wird Frankreich erneut an der Star-Allüren seiner Spieler scheitern?
Die Antwort wird dieses Turnier liefern. Und eines ist sicher: Frankreich ist nicht nur ein Favorit, sondern eine Mannschaft, die in der Lage ist, mit einem genialen Moment eine Partie zu entscheiden – oder umzukehren. Denn die Franzosen wissen: Ein Titel nach 2018 wäre mehr als nur eine Krönung – es wäre eine Erklärung.
