Frankreich lässt kolumbien alt aussehen – zweiter sieg ohne mbappé & co
Landover schwappt vor Gelb-Rot-Blau, doch die echten Stars gucken erst mal zu. Didier Deschamps schickt eine B-Elf aufs Feld, und die macht trotzdem 3:1 klar. Désiré Doué trifft doppelt, Marcus Thuram legt nach – fertig ist die US-Tour mit perfekter Bilanz.
Rotation? eher vollgas im dosierer
Kein Mbappé, kein Olise, kein Dembélé in der Startformation. Klingt nach Schontag, wirkt aber wie ein Statement: Wir sind nicht vom Einzelnen abhängig. Doué nutzt seine Chance, wird mit zwei Treffern zum Matchwinner und lässt Luis Díaz samt James Rodriguez alt aussehen. Die kolumbianische Druckphase dauert gerade mal zehn Minuten, dann übernimmt Frankreich das Kommando und gibt es nicht mehr her.
Zwischen 29. und 41. Minute schraubt sich die Zahl der Balleroberungen auf 65 Prozent – eine kleine Machtdemonstration. Campaz trifft zwar noch zum 1:3, doch das ist Schmuck. Die Franzosen hatten schon umgeschaltet, das Tempo gedrosselt wie nach einem Grand-Chef-Essen den Wein.

Die botschaft für den gegner im juni
Die WM rückt näher, und Frankreich zeigt zwei Gesichter: Gegen Brasilien spielten sie in Unterzahl wie entfesselt, gegen Kolumbien dominierten sie mit der zweiten Garde. Beide Male drei Punkte. Beide Male kein Platz für Fragen. Wer im Sommer auf die Equipe tricolore trifft, weiß jetzt: Selbst die Ersatzbank trägt Goldstiefel.
Deschamps lächelt nur kurz, dann verschwindet er im Mixed-Zone-Gewirr. Die nächsten Gegner haben gewarnt bekommen: Frankreich ist nicht nur Mbappé. Frankreich ist ein Schwarm, der beißt – auch ohne seinen Stachel.
