Frankreich gegen senegal: deschamps' angriffspläne im fokus
Morgen trifft Frankreich im WM-Auftaktspiel auf Senegal – und die Temperaturen scheinen sich zum Glück zu bessern. Doch das sportliche Duell wirft weitaus mehr Fragen auf, insbesondere in Bezug auf die Auswahl der Angreifer. Deschamps' Rätselraten geht weiter.

Die abwehr steht, das mittelfeld kämpft
Nach der intensiven Hitze der vergangenen Tage und dem etwas späteren Anpfiff um 21:00 Uhr in Spanien (15:00 Uhr in New York) gibt es zumindest eine positive Nachricht: Die Wettervorhersagen haben sich verbessert und die Temperaturen sinken. Im Trainingslager in Bentley konnte Deschamps endlich mit allen 26 Spielern arbeiten. Das deutet darauf hin, dass sowohl Saliba als auch Upamecano voraussichtlich in der Startelf stehen werden. Saliba, der in der Champions-League-Finals gegen PSG bereits Rückenbeschwerden hatte, folgt einem speziellen Plan bei Les Bleus. Tchouaméni, der das letzte Ligaspiel mit Real Madrid verpasste, ist ebenfalls einsatzbereit, scheint aber noch nicht bei voller Kraft.
Der eigentliche Knackpunkt liegt im Angriff. Trotz einiger Zweifel an den vier von Deschamps ausgewählten Offensivspielern deutet alles darauf hin, dass sie heute Abend gegen Senegal debütieren werden. Olise, Dembélé und Mbappé bilden das bewährte Trio, während Doué, der bereits gegen Nordirland überzeugte, ebenfalls eine Rolle spielen könnte. Es ist kein Geheimnis, dass Deschamps seit langer Zeit Schwierigkeiten hat, die idealen Kombinationen im Angriff zu finden – ein Problem, das sich während der letzten EM noch verstärkte, als er in sechs Spielen sechs verschiedene Angriffsformationen ausprobierte.
Die Frage ist nicht, wer spielt, sondern wie sie zusammenspielen. Deschamps' taktische Flexibilität war immer ein zweischneidiges Schwert. Während sie ihm in einigen Situationen aussteigen ließ, führte sie in anderen zu Verwirrung und mangelnder Konstanz. Die Herausforderung wird darin bestehen, eine Einheit zu schaffen, die sowohl kreativ als auch effektiv ist, und gleichzeitig die individuellen Stärken der Spieler optimal zur Geltung bringt. Senegal wird zweifellos versuchen, Deschamps' Pläne zu durchkreuzen und das Spiel zu kontrollieren. Ein frühes Tor könnte die Partie entscheidend beeinflussen.
Der Druck auf Deschamps ist enorm. Frankreich gilt als einer der Top-Favoriten für den WM-Titel, und ein schlechter Start könnte die Stimmung im Team und in der Nation trüben. Doch Deschamps ist ein erfahrener Trainer, der schon viele schwierige Situationen gemeistert hat. Er wird alles daransetzen, seine Mannschaft auf den Sieg einzustellen und die Erwartungen zu erfüllen. Die Welt blickt gespannt auf das Spiel. Ein Sieg gegen Senegal wäre der perfekte Auftakt für die Franzosen.
