Frankreich bangt um olise: wm-viertelfinale in gefahr!

Foxborough – Der Traum vom dritten WM-Titel für Frankreich könnte jäh enden. Die FIFA hat den Einspruch gegen die Gelbe Karte des Bayern-Talents Michael Olise im Achtelfinal gegen Paraguay abgewiesen. Das bedeutet: Bei einer weiteren Verwarnung im Viertelfinalduell gegen Marokko am Donnerstag droht ihm eine Sperre für ein mögliches Halbfinale – ein herber Rückschlag für die Équipe Tricolore.

Die strittige gelbe karte: ein wendepunkt?

Die strittige gelbe karte: ein wendepunkt?

Die Szene, die nun so für Kopfzerbrechen sorgt, ereignete sich in der Nachspielzeit des Sieges gegen Paraguay. Olise berührte seinen Gegenspieler Matías Galarza, wobei dieser prompt zu Boden ging. Der Schiedsrichter zögerte nicht und zeigte Gelb. Ein fragwürdiger Moment, der nun die gesamte französische Mannschaft in Atem hält. Deschamps‘ Reaktion lässt wenig Zweifel: „Es gab keine Änderung bei Olises Gelber Karte. Wir akzeptieren die Entscheidung der FIFA.“

Doch die Affäre Olise ist nur ein Aspekt der Turbulenzen rund um das französische Nationalteam. Was niemand so offen thematisiert: Gerüchte über Unmut im Team kursieren. Warren Zaïre-Emery, ein vielversprechendes Talent, muss sich vorerst mit einer Platz auf der Bank begnügen. Steckt dahinter mehr als nur taktische Überlegungen?

Bemerkenswert ist der Vergleich zu den USA: Auch dort versuchte man, die Sperre eines Schlüsselspielers – Folarin Balogun – aufzuheben. Ein Anruf des US-Präsidenten Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte dazu geführt, dass die Sperre aufgehoben wurde. Doch dieser Eingriff in die sportliche Integrität brachte den USA keinen Erfolg. Das Team schied trotz Baloguns Einsatz mit einer deutlichen Niederlage gegen Belgien aus.

Frankreich trifft nun auf ein unbeugsames Marokko, das im Achtelfinale Spanien überraschend ausgeschaltet hat. Die Sicherheitsbehörden in Frankreich bereiten sich indes auf mögliche Ausschreitungen vor – ein Zeichen für die Brisanz dieses Duells. Deschamps selbst versucht, die Nerven zu bewahren: „Das liegt außerhalb unserer Kontrolle. Ich vertraue den Schiedsrichtern. Manche Entscheidungen sind diskutabel, aber unser Fokus liegt auf Marokko, nicht auf der Pfeife.“

Der 57-Jährige wird nach dem Turnier sein Amt niederlegen. Nach 14 Jahren und dem WM-Titel 2018 geht eine Ära zu Ende. Doch jetzt zählt nur eines: der Sieg gegen Marokko. „Danke für Ihre Sorge, aber ich denke nicht an die Zukunft. Das letzte Spiel wäre schon mein letztes gewesen. Für mich und meinen Trainerstab zählt nur, morgen zu gewinnen. Im Fußball ist alles möglich, und wir werden alles dafür geben, dieses Spiel für uns zu entscheiden.“

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