Frankfurt will heidenheim als kanonenfutter nutzen – ohne uzun und ebnoutalib
Die Eintracht spielt am Samstag gegen das Schlusslicht – und muss auf zwei Angreifer verzichten. Can Uzun und Younes Ebnoutalib fehlen erneut. Albert Riera fordert trotzdem: mehr Risiko, mehr Tore, mehr Adler statt kopfloser Hühner.
Riera will kein remis-fußball mehr sehen
Das torlose 0:0 auf St. Pauli nagt. Riera spricht es offen an: Zu viele Querpasses, zu wenig Durchschlagskraft. „Wir müssen mehr schießen, mehr Chancen kreieren, beim letzten Pass riskieren“, sagt der Spanier. Gegen Heidenheim, seit acht Spielen sieglos, sei die Pflicht klar: Sieg mit Show.
Doan statt Kalimuendo? Doppelspitze mit Burkardt? Riera hüllt sich in Schweigen, doch die Trainingswoche verriet: Ritsu Doan fordert den Platz auf dem rechten Flügel heraus. Nathaniel Brown und Nnamdi Collins wechselten erneut die Seiten – ein Hinweis auf frische Flanken.

Heidenheim reist mit zehn punkten rückstand – und trotzdem lautstark
Frank Schmidt, Coach des Tabellenletzten, redet nicht vom Klassenerhalt. Er redet von Anstand. „Wir müssen wieder ein Spiel gewinnen“, sagt er. Die Fans feierten ihn trotz der aussichtslosen Lage. In Frankfurt will er das Spiegelbild seiner Mannschaft sehen: Gemeinschaft statt Aufgabe.
Die Zahme lag zuletzt beim 1:1 im Voith-Arena. Erinnerungen an den verweigerten Wahi-Treffer und Uzuns Oberschenkel-Problem bleiben. Beide Akteure sind Geschichte – zumindest für dieses Spiel.

Uzun und ebnoutalib: fit, aber nicht spielbereit
Sie trabten durch die Einheit, doch Riera schickt sie nicht in den Kader. „Körperlich nicht bereit, taktisch noch nicht angekommen“, lautet das Urteil. Kopflose Hühner will er nicht sehen. Nächste Woche gegen Mainz sollen beide zurückkehren. Dann soll auch Arthur Theate wieder mittrainieren.
Bis dahin gilt: Frankfurt muss sich selbst helfen. Mit oder ohne neue Formation – die Adler haben 90 Minuten, um die Punkte zu packen und die Tor-Gier zurückzuholen. Sonst droht wieder ein Tag wie in Hamburg: viel Ball, wenig Biss.
