Frank Schmidt hält an Abschied vom 1. FC Heidenheim fest
Heidenheim (dpa) – Trainerikone Frank Schmidt bekräftigt kurz vor dem Saisonstart in der 2. Bundesliga seinen wahrscheinlichen Abschied vom 1. FC Heidenheim am Ende dieser Spielzeit. „Grundsätzlich bleibt die Aussage so stehen, dass es mutmaßlich meine letzte Saison wird“, erklärte der 52-Jährige der Deutschen Presse-Agentur vor dem Ligastart gegen den VfL Osnabrück am Samstag (13.00 Uhr/Sky).
Schmidt lässt sich eine Hintertür offen
Schmidt geht in seine 20. Saison als Cheftrainer des frisch gebackenen Bundesliga-Absteigers, lässt sich mit seiner Aussage aber eine Hintertür für einen Verbleib offen. „Im Fußball sollte man grundsätzlich niemals nie sagen“, so der Trainer.

Die Belastung der letzten Jahre
Die vergangenen zwei Jahre mit Abstiegskampf in der Bundesliga, Sieglos-Serien und zahlreichen Rückschlägen haben an Schmidt zehrt. „Man darf nicht vergessen, dass die letzten zwei Jahre kräftezehrend waren. Sie waren toll, aber es waren trotzdem sehr viele Misserfolge dabei“, sagte Schmidt. Er betonte, dass er sich nicht einfach „an eine Steckdose anschließen“ und neue Energie tanken könne.

Vorstand kämpft um Schmidt
Bereits Ende April hatte Schmidt seinen Abschied zum Vertragsende 2027 in Aussicht gestellt. Im Sommer 2025 lehnte er eine vorzeitige Vertragsverlängerung ab. Der Verein gibt an, sich intensiv um Schmidts Verbleib zu bemühen und sich nicht mit möglichen Nachfolgern zu beschäftigen. Vorstandschef Holger Sanwald nannte keinen konkreten Zeitpunkt, bis wann Schmidt eine Entscheidung treffen muss. Er betonte, dass man sich solange voll auf eine Verlängerung konzentrieren werde, solange Schmidt von einer „mutmaßlichen“ letzten Saison spricht. Einen „richtigen Zeitpunkt“ für Gespräche über die Zukunft werde man „im Laufe der Saison“ finden.
Frank Schmidt übernahm den Cheftrainer-Posten beim FCH im September 2007 und führte den Club von der Oberliga in die Bundesliga. © dpa-infocom, dpa:260806-930-490314/1
