Franjo von allmen sensationell: schweiz holt erstes gold in italien
Ein triumph für franjo von allmen
Der Schweizer Franjo von Allmen (24) hat die Olympia-Abfahrt in Bormio gewonnen und damit die erste Goldmedaille für die Schweiz bei den Winterspielen in Italien erkämpft. Der Weltmeister setzte sich auf der anspruchsvollenStelvio-Piste gegen starke Konkurrenz durch. Es ist ein emotionaler Sieg, der auch an seinen verstorbenen Vater erinnert.
Spannendes rennen bis zum schluss
Mit einer Zeit, die lediglich 0,2 Sekunden schneller war als die des Italieners Giovanni Franzoni, sicherte sich von Allmen den Sieg. Dominik Paris, ein weiterer Italiener, freute sich über die Bronzemedaille. Für den 36-Jährigen ist dies die erste olympische Medaille seiner Karriere. Das Rennen war bis zum Schluss spannend und zeigte, wie knapp die Entscheidungen im alpinen Skisport sein können.
Deutscher teilnehmer ohne medaillenchance
Für Deutschland verlief die Abfahrt weniger erfolgreich. Simon Jocher (29) belegte mit einem Rückstand von 2,40 Sekunden nur den 21. Platz. Er konnte nicht mit den Top-Fahrern mithalten und blieb hinter den Medaillenplätzen zurück. Das Rennen zeigte, dass die Konkurrenz in Bormio äußerst stark war.
Ein sieg mit tiefer bedeutung
Dieser Olympiasieg hat für Franjo von Allmen eine besondere Bedeutung. Im Alter von 17 Jahren musste er den plötzlichen Tod seines Vaters Kurt Fritz von Allmen verkraften. Damals stand seine Karriere sogar auf der Kippe. Der Sieg ist somit auch ein Denkmal für seinen Vater und eine Hommage an dessen Unterstützung.
Enttäuschung für den gesamtweltcup-führenden
Während von Allmen und die beiden Italiener feierten, blieb dem Gesamtweltcup-Führenden Marco Odermatt (28) das Podest verwehrt. Er belegte lediglich den vierten Platz, was eine große Enttäuschung für ihn darstellt. Mit einem Rückstand von sieben Zehntelsekunden auf von Allmen verpasste er knapp die Medaillen.
Dominanz auf der stelvio-piste
Von Allmen zeigte eine beeindruckende Leistung auf der schwierigen Stelvio-Piste. Er fuhr in drei von sechs Sektoren die Bestzeit und korrigierte eine anfängliche Rücklage mühelos. Sein Sprung beim „San Pietro“ war mit unglaublichen 53 Metern spektakulär. Die Fahrt war ein Meisterwerk und führte zum verdienten Olympiasieg.
Expertenlob für den jungen schweizer
Felix Neureuther (41), Experte im ARD, lobte von Allmen in den höchsten Tönen: „Dieser junge Bursche mit dieser Brutalität und Überzeugung, es sich zuzutrauen. Was für ein Athlet. Fantastisch!“ Diese Worte spiegeln die beeindruckende Leistung und das Talent des jungen Schweizer Skirennläufers wider.
Nachfolger von beat feuz
Mit seinem Sieg tritt Franjo von Allmen in die Fußstapfen von Beat Feuz (38/Schweiz), der bei den Winterspielen 2022 in Peking Olympiasieger in der Abfahrt wurde. Die Schweiz hat damit erneut einen Abfahrts-König gekrönt und ihre Dominanz in dieser Disziplin unter Beweis gestellt.
