Formel e kehrt zurück: berlin erwartet elektrisierende rennen!
Berlin bebt! Nach einer längeren Pause kehrt die Formel E am Wochenende zurück auf den Tempelhofer Asphalt. Über zehn Millionen Euro wurden investiert, um den Flughafen in eine hochmoderne Rennstrecke zu verwandeln – und die Vorfreude ist riesig. Die Fans dürfen sich auf packende Duelle und atemberaubende Manöver freuen.

Einzigartige kulisse: beton, kultur und e-mobilität
Was die Formel E in Berlin so besonders macht, ist die einzigartige Kombination aus rauen Betonflächen, urbaner Kultur und dem Aufbruch in die Elektromobilität. Jeff Dodds, der Chef der Formel E, schwärmt von der „industriellen Architektur des Hangars“ und der „riesigen grünen Parklandschaft“. Diese Kontraste machen Berlin zu einer der Lieblingsstrecken der Rennserie.
Doch es ist nicht nur die Ästhetik, die überzeugt. Die rund 30.000 erwarteten Zuschauer, die deutschen Rennställe und nicht zuletzt die beiden deutschen Fahrer – darunter der amtierende Weltmeister Pascal Wehrlein – unterstreichen die Bedeutung Berlins für die Formel E. „Das deutsche Publikum ist mit Menschen wie Michael Schumacher aufgewachsen und sehr fachkundig“, so Dodds.
Ulrich Weingärtner, der als Local Event Operator die Organisation vor Ort leitet, und sein Team haben seit drei Wochen fieberhaft an der Strecke gearbeitet. 1.300 Zaunelemente, die jedes Jahr aus Köpenick angeliefert werden, und ein Lageplan, der jede noch so kleine Besonderheit der Rennstrecke detailliert darstellen, zeugen von der immensen Logistik, die hinter dem Wochenende steckt.
Die Formel E ist nicht nur ein Motorsportevent, sondern auch ein Statement für Nachhaltigkeit. Als erste Rennserie der Welt ist die Formel E zu 100 Prozent klimaneutral. „Es ist natürlich nicht möglich, Rennwochenenden auf der ganzen Welt zu organisieren, ohne dabei Emissionen zu verursachen“, erklärt Weingärtner, „aber hier wird an allen Ecken und Enden reduziert und alles kompensiert.“
Die Teams arbeiten nun fieberhaft an der Vorbereitung der Autos. Nach jedem Rennen werden diese weitgehend zerlegt und vor Ort wieder zusammengesetzt. Ein einzelnes Fahrzeug hat einen Materialwert von knapp 900.000 Euro – ein Invest, der sich lohnt, wenn man bedenkt, welche Begeisterung die Formel E in Berlin auslöst.
Die Investoren der Formel E sind bereit, Verluste in Kauf zu nehmen, um das Wachstum der Rennserie weiter voranzutreiben. Allein in der letzten Saison betrugen die Verluste rund 80 Millionen Euro. Doch der Fokus liegt auf der Gewinnung neuer Fans und der Etablierung der Elektromobilität als feste Größe im Sport.
Am Sonntag wird nicht nur das spannende Rennen im Mittelpunkt stehen, sondern auch ein Auftritt von Zahide, einer 15-jährigen Rapperin, die das Publikum begeistern wird. „Es gibt sicherlich Menschen, die am Sonntag vor allem herkommen, um Zahide zu hören“, grinst Weingärtner. Doch letztendlich geht es darum, die Faszination des Motorsports mit der Energie und Kreativität der jungen Generation zu verbinden – und das gelingt der Formel E in Berlin auf einzigartige Weise.
