Formel 1 kassiert nahost-schock: bahrain und saudi-arabien fallen aus

Die Formel 1 zieht die Notbremse. Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten streicht die Königsklasse zwei Rennen – und lässt 22 statt 24 Piloten am Start. Sky bestätigt: Der Kalender schrumpft, der April bleibt dieses Jahr ohne Motorengeschrei.

Us-luftangriff auf iran versetzt streckenbetreiber in panik

Am 28. Februar, 06:15 Uhr Ortszeit, gaben israelische und amerikanische Jets den Befehl zum Angriff. Tehran antwortete mit Raketen auf israelisches Territorium und US-Stützpunkte in der Region. Wenige Stunden später klingelten die Telefone in Sakhir und Dschidda. Bahrain beherbergt das 5. Flotten-Kommando der US-Navy, Saudi-Arabien mehrere Luftwaffenbasen – beide Strecken gelten fortan als potenzielles Ziel.

Pirelli hatte die Warnung bereits vorneweg genommen. Die geplanten Reifentests vom 4. und 5. März auf dem Bahrain International Circuit wurden abgesagt, Begründung: „verschärfte internationale Lage“. Die Formel 1 folgt nun nach. Sky, Rechteinhaber für das Bezahlfernsehen, zitiert interne Rundschreiben: keine Ersatztermine 2025, keine Verlegung, keine Diskussion.

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Für Mechaniker, Ingenieure und TV-Crews beginnt jetzt das Chaos. Umsteigen auf Frachtmaschinen, die den iranischen Luftraum umfliegen, bedeutet: zwölf Stunden mehr Flugzeit, sechsstündige Zwischenlandungen in Larnaca oder Kairo. Die Logistik-Abteilungen von Mercedes und Red Bull arbeiten mit Excel-Listen im Schichtbetrieb, weil die ursprünglichen Slots für Charterflüge zwischen Manama und Dschidda storniert wurden.

Die Konsequenz: Der Grand Prix von Miami am 3. Mai rückt zum Saison-Frühstart. Die Strecken in Imola und Barcelona hoffen auf höhere TV-Quoten, weil die Königsklasse plötzlich eine Lücke von fünf Wochen zu füllen hat. Die FIA will an diesem Freitag einen offiziellen Pressetermin abhalten, doch intern ist die Entscheidung längst besiegelt.

Für die Fans bleibt ein Trost: Melbourne ist gelaufen, und die Punkte zählen. Doch wer Tickets für Sakhir und Dschidda gebucht hatte, muss auf Rückerstattung hoffen – oder auf einen Flug nach Florida, wo die Temperaturen im Mai bereits Saunahöhen erreichen.

Die Formel 1 lehrt uns eine Lektion: Selbst 370 km/h auf der Geraden sind langsamer als die Nachricht, die Kriege verbreiten. Die Strecke ist frei – aber nicht für Rennen, sondern für diplomatische Verhandlungen. Wer 2025 den Titel holt, muss früher als je zuvor gewinnen: schon vor dem Sommer, bevor die Politik wieder zuschlägt.