Formel 1 in suzuka: mercedes dominiert, aston martin kämpft ums überleben

Suzuka kehrt zurück – und mit ihm kehren die Geister zurück. Elf Jahre sind vergangen, seit Jules Bianchi an dieser Strecke sein Leben verlor, nachdem sein Fahrzeug unter einen Bergungskran geriet. Seitdem hat die Formel 1 ihre Sicherheitsstandards grundlegend verändert. Aber die Strecke selbst ist geblieben: launisch, gnadenlos, unvergleichlich. Die japanische Asientour-Station ist nicht einfach ein weiterer Grand Prix. Sie ist ein Charaktertest für Mensch und Maschine.

Suzuka und seine legenden: das erbe einer kurve

Wer an Suzuka denkt, denkt nicht nur an Bianchi. Man denkt auch an jenen Moment, als ein junger Fernando Alonso mit seinem Renault an Michael Schumacher im Ferrari vorbeizog – ein Überholmanöver, das in die Geschichte einging und Alonso seinen ersten Weltmeistertitel sicherte. Diese Strecke produziert Legenden. Nicht weil sie schön ist, sondern weil sie keine Fehler verzeiht.

Aston martin: honda muss jetzt handeln

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Für Aston Martin steht Suzuka in diesem Jahr unter einem roten Vorzeichen – und das im wahrsten Sinne. Die übermäßigen Vibrationen, die den AMR26 seit Saisonbeginn plagen, sollen hier endlich behoben werden. Dazu kommen anhaltende Probleme mit den Batterien. Das Team ist katastrophal in die Saison gestartet: keine Zuverlässigkeit, kein Rhythmus, kein Tempo. Honda als Motorenlieferant steht unter Druck.

Alonso hat die Situation intern scharf kritisiert – aber er glaubt noch an den Aerodynamik-Guru hinter dem Projekt. Das ist kein Widerspruch, das ist Pragmatismus. Die einzige reale Ambition des Teams im Moment: nicht hinter dem neuen Cadillac-Rennstall zu landen. Das ist kein Ziel. Das ist Schadensbegrenzung.

Mercedes in einer eigenen liga

Mercedes in einer eigenen liga

Zwei Rennen. 98 Punkte. 31 Punkte Vorsprung auf Ferrari in der Konstrukteurswertung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Mercedes ist derzeit das, was Red Bull in seinen besten Jahren war: ein Team, das seine Konkurrenten nicht schlägt, sondern demontiert.

Suzuka wird die entscheidende Probe. Die schnellen Esses im ersten Sektor sind kein Ort für Kompromisse – wer dort Abtrieb verliert, verliert alles. Wenn George Russell und sein Teamkollege durch diese Kurvenfolge gleiten wie durch China über die Geraden, dann kann der Rest der Startaufstellung schon mal anfangen, die Saison 2027 zu planen. Silber dominiert. Und das nicht knapp.

Wann und wo läuft der große preis von japan 2026

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Das Rennwochenende in Suzuka beginnt am Freitag, dem 27. März: Erstes Freies Training um 3:30 Uhr, zweites Freies Training um 7:00 Uhr. Am Samstag, dem 28. März folgen das dritte Freie Training um 3:30 Uhr und die Qualifikation um 7:00 Uhr. Das Rennen findet am Sonntag, dem 29. März um 7:00 Uhr statt.

Die Übertragung läuft bei DAZN sowie auf Movistar+. Alle Sessions, die Qualifikation und das Rennen können zudem live auf MARCA.com und RadioMARCA verfolgt werden. Wer früh aufsteht, bekommt echten Rennsport. Wer schläft, verpasst möglicherweise den Moment, in dem Mercedes die Saison endgültig für sich entscheidet.