Forláns aufstieg: ein blick auf den uruguayanischen superstar
Die Welt des Fußballs blickt zurück auf eine außergewöhnliche Karriere, als der neue Dokumentarfilm über Diego Forlán, „El ascenso de Diego Forlán“, seine Geschichte enthüllt. Der Film, der am 26. Juni auf Movistar Plus erscheint, bietet einen ungefilterten Einblick in das Leben des uruguayanischen Idols, dessen Glanzzeiten vor allem im Trikot von Atlético Madrid und bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika stattfanden.
Die besondere verbindung zu agüero
Forlán spricht offen über seine prägendsten Partnerschaften auf dem Platz. „Ich hatte das Glück, mit Weltklasse-Stürmern zusammenspielen zu dürfen“, gesteht er. Während seine Zusammenarbeit mit Riquelme beim Villarreal als „ausgezeichnet“ bezeichnet wird, beschreibt er seine Verbindung zu Sergio Agüero bei Atlético als „elektrisch“. Die beiden bildeten eine äußerst torfreiche Doppelspitze, die die gegnerischen Abwehrreihen regelmäßig vor unlösbare Probleme stellte. Agüero selbst bezeichnet Forlán in dem Dokumentarfilm als seine beste Sturmpartner überhaupt – ein Versprechen, das die Strahlkraft ihrer Zusammenarbeit auf dem Rasen unterstreicht.
Auch in der Nationalmannschaft fand Forlán zu bemerkenswerten Partnern. „Ich war Teil einer historischen Generation mit Luis Suárez und Edinson Cavani“, erinnert sich der Uruguayer, der die gemeinsame Zeit mit Stolz betrachtet.

Die unbezwingbare „garra charrúa“
Die Rivalität zwischen Uruguay und Spanien im Rahmen der Weltmeisterschaft 2026 wirft einen weiteren interessanten Aspekt des Films in den Licht. Bisher konnte Uruguay in zehn Begegnungen gegen „La Roja“ keinen einzigen Sieg erringen. „Wir haben noch nie gegen Spanien gewonnen, obwohl wir dem Sieg manchmal sehr nahe waren“, bedauert Forlán. Doch er betont auch die unnachgiebige Mentalität der uruguayanischen Mannschaft: „Wir sind Uruguay, und wir hoffen, dass wir am 27. Juni mit realen Chancen auf die Qualifikation aufeinandertreffen und ihnen zeigen, was wir drauf haben.“
Die Verbundenheit zu Atlético Madrid ist mehr als nur ein Zufall. „Der Uruguayer identifiziert sich zutiefst mit dem Atleti, weil wir beide wissen, wie es ist, gegen den Strom zu schwimmen“, erklärt Forlán und betont die Gemeinsamkeiten im Charakter von Verein und Nationalmannschaft. Das „ADN rojiblanco“ und der uruguayische „Geist“ würden sich gegenseitig beflügeln. „Auch wenn wir nicht zu den Favoriten zählen, bereiten wir immer Probleme.“

Cannavaro: der intelligenteste gegner
Bei der Frage nach dem schwierigsten Gegenspieler seiner Karriere weicht Forlán von den üblichen Antworten ab. „Der schwierigste Verteidiger, dem ich gegenüberstand, war Cannavaro. Nicht wegen seiner Kraft, sondern wegen seiner Intelligenz. Er las meine Bewegungen immer voraus“, gesteht er. Zwar räumt er ein, in Spanien gegen die Weltklasse-Innenverteidiger Piqué und Puyol gespielt zu haben, doch Cannavaro agierte seiner Meinung nach auf einer anderen Ebene – stets einen Schritt voraus.
Ein mystisches Element rundet die Geschichte ab. Forlán erinnert sich an die Prophezeiung von „Tota“ Lugano nach seiner Auszeichnung mit dem Goldenen Ball bei der WM 2010: „Sie sagte mir, dass wir mit dieser Anerkennung die Copa América gewinnen würden.“ Ein Orakel, das sich 2011 bewahrheitete, als Uruguay den Titel gegen Paraguay holte und bewies, dass für diese Generation scheinbar nichts unmöglich war.
Forláns Vermächtnis geht über Tore hinaus. Sein Engagement bei Atlético Madrid hinterließ nicht nur eine goldene Bota und unvergessliche Europaleague-Nächte, sondern auch eine Art und Weise, Fußball zu verstehen, die den Verein bis heute prägt. Ein Erbe, das dem Atleti dabei helfen wird, auch in Zukunft viele Gegner zu ärgern.
