Fokina im stich: trainer-abbruch und doping-vergangenheit!
Paris – Alejandro Davidovich Fokina steht im Zentrum eines unerklärlichen Dramas bei den French Open. Nach dem Ausscheiden in der zweiten Runde gegen Thiago Agustín Tirante (6:4, 6:7, 1:6, 3:6) platzte der spanische Tennisstar: Sein Trainer Mariano Puerta hat ihn mitten im Turnier verlassen und blockiert – eine Farce, die den Schatten einer dunklen Vergangenheit wirft.
Ein abschied ohne erklärung
Die Niederlage gegen Tirante wirkte fast nebensächlich angesichts der Ereignisse, die sich hinter den Kulissen abspielten. Nur wenige Tage zuvor, nach dem hart erkämpften Sieg gegen Damir Dzumhur, soll es zu einer unfassbaren Situation gekommen sein. Davidovich Fokina schilderte auf der Pressekonferenz, wie Puerta nach einem gemeinsamen Mittagessen plötzlich erklärte, sich „nicht gut zu fühlen“ und ins Hotel zurückkehrte. Zwei Stunden später folgte eine lange Nachricht per WhatsApp: Der Trainer kündigte seinen Rücktritt an und flog ohne weitere Ankündigung nach Miami.
„Ich habe ihn für eine gute Person gehalten“, gestand der verblüffte Fokina. „Es gab keinen Streit. Jetzt hat er mich und meine Frau blockiert. Das ist menschlich nicht zu erklären.“ Die Zusammenarbeit, so betonte er, sei nicht einmal offiziell beendet worden. Ein Verhalten, das dem jungen Spanier sichtlich zu schaffen macht.

Die dunkle vergangenheit von mariano puerta
Doch die Geschichte von Mariano Puerta ist alles andere als sauber. Der 47-Jährige war einst selbst ein gefürchteter Sandplatzspieler, der 2005 das French Open-Finale gegen Rafael Nadal erreichte. Nur wenige Monate später wurde er jedoch des Dopings überführt und mit einer Sperre belegt. Ein Tiefpunkt in seiner Karriere, der ihn nie wieder zu alter Stärke zurückführte.
Die Frage, die sich nun stellt, ist: Kann man einem Trainer mit einer solchen Vergangenheit wirklich vertrauen? Davidovich Fokina scheint die Antwort bereits zu kennen: „Ich hoffe, zukünftige Spieler sind vorsichtig, wenn sie mit Puerta arbeiten.“ Ein deutlicher Appell, der die Tenniswelt in Aufruhr versetzt. Die Pariser Hitze hat nicht nur die Spieler, sondern auch die moralischen Grundsätze des Sports auf eine harte Probe gestellt.
Die Entscheidung von Puerta, Fokina und dessen Frau zu blockieren, wirft ein düsteres Licht auf die Dynamik im Profisport und lässt Zweifel an der Integrität einiger Akteure aufkommen. Ob Davidovich Fokina sich von diesem Rückschlag erholen und seine Karriere neu ausrichten kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Dieser Vorfall wird noch lange in den Annalen des Tennis diskutiert werden.
