Flughafen Weeze plant Wachstum und profitiert von Eindhoven-Renovierung

Weeze – Der Flughafen Weeze blickt optimistisch in die Zukunft und plant weiteres Wachstum, insbesondere durch die bevorstehende Renovierung des Flughafens Eindhoven. Geschäftsführer Sebastian Papst präsentierte kürzlich die aktuelle Entwicklung des Flughafens und betonte die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Geländes.

Politische Zusammenarbeit stärkt den Flughafen

Nach der Kommunalwahl haben sich die Kreistagsfraktionen von CDU und SPD zu einer politischen Kooperation entschlossen. Diese wurde nun mit einem Besuch des Hafens Emmerich und des Flughafens Weeze untermauert, um Einblicke in die regionale Wirtschaft zu gewinnen.

Papst gab den Politikern einen Überblick über das 620 Hektar große Gelände mit 9000 Parkplätzen, einer eigenen Photovoltaikanlage und 600 Gebäuden. Der Flughafen erwirtschaftet positive Zahlen, die neben dem Flugbetrieb durch diverse Nutzungen generiert werden, darunter Festivals wie Parookaville, San-Hejmo und Mud Masters. Die Training Base Weeze dient zudem der Ausbildung von Einsatzkräften.

Passagierzahlen steigen deutlich

Passagierzahlen steigen deutlich

Die Passagierzahlen entwickeln sich positiv. Nach 1,2 Millionen Reisenden im Jahr 2019, nutzten bereits 2025 rund 2,2 Millionen Fluggäste den Flughafen. Für 2026 werden über 2,4 Millionen erwartet. Ein wesentlicher Faktor für diesen Anstieg ist die vorübergehende Ausweichsbasis der Billigfluggesellschaft Transavia aufgrund der Renovierung der Start- und Landebahn in Eindhoven (Februar bis Juli 2027). Der Flughafen hofft, dass Transavia auch danach weiterhin von Weeze aus startet.

Nachhaltigkeit und weitere Projekte

Nachhaltigkeit und weitere Projekte

Nachhaltigkeit ist dem Flughafen ein wichtiges Anliegen. Neben der PV-Anlage verfügt der Flughafen über eine vollelektrische Bodenstromversorgung und einen Vorfeldbus. Geplante Projekte umfassen die Fertigstellung eines neuen Terminals (Juli 2027), die Einführung moderner CT-Technik bei den Sicherheitskontrollen und den Ausbau der Parkplätze.

Die Flughafenfeuerwehr präsentierte ihren Möglichkeiten, während die Politiker sich über die Arbeitsplätze in der Airport-City informierten (rund 400 direkt am Flughafen und 600 in ansässigen Unternehmen). Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber in der Nähe ist Rheinmetall, das dort Rumpfteile für den F-35-Kampfjet produziert und mehrere hundert Arbeitsplätze geschaffen hat.