Florentino zieht den kampfhandschuh: solar-milliardär riquelme soll antreten
Als hätte er den Saal mit Strom geladen, schleuderte Florentino Pérez seinen Handschuh in die Runde und nannte beim Namen, wen er meint: Enrique Riquelme, 37, Solar-Baron aus Alicante mit mexikanischem Klang im Spanisch. „Der Herr von den Stromfirmen soll sich melden“, donnerte der Real-Boss. Ein Kriegsruf, live vor laufenden Kameras.
Der mann hinter dem akzent
Riquelme führt Cox Energy, den Solarpionier, der 2024 an die Börse ging und von Mexiko bis Chile Photovoltaik-Parks entwickelt. 20 Jahre Mitgliedszeit im Real – die Hürde erfüllt. Sein Vater saß schon im Verwaltungsrat, Riquelme selbst war in Mailand, Kiew, Cardiff dabei, als die Königlichen die Champions-League holten. Jetzt steht er in der Startlinie.
Aber das ist nur die halbe Story. Riquelme sitzt nicht nur auf Gigawatt-Kapazitäten, sondern auch auf Team Rafa, dem E-Boots-Team von Rafael Nadal, das in der E1-Serie fährt. Ein Madrilenisch-Sport-Öko-Netzwerk, das plötzlich politisch wird.

Was pérez riskiert
2021 ließ Riquelme die Frist verstreichen, diesmal könnte es ernst werden. Die Mitgliedsversammlung ist aufgeheizt, die Schuldenkrise des Stadionneubaus köchelt im Hintergrund. Ein Gegenkandidat mit grünem Kapital und Tennis-Glanz wäre kein Spaßkandidat. Pérez weiß das, provoziert trotzdem. Er braucht den Showdown, um seine eigene Legitimation zu zementieren.
Die Wahlen kommen 2025. Die Uhr tickt. Riquelme schweigt noch, aber seine LinkedIn-Zeile – „Unternehmertum und soziales Engagement“ – klingt plötzlich wie ein Wahlprogramm. Und die Solar-Aktie? Heute plus acht Prozent. Die Börse glaubt an den Mexiko-Akzent im Bernabéu.
