Flick misstrauisch: césped-debatte vor atlético-duell!
Ein ungewöhnlicher Anblick auf dem Rasen des Estadio Metropolitano: Hansi Flick, der sonst eher für seine taktische Brillanz bekannt ist, verbarg sich gestern in der Analyse des Spielfelds. Der ehemalige Bayern- und Köln-Coach schien alles andere als zufrieden mit den Bedingungen vor dem Rückspiel gegen Barcelona.

Die ungewöhnliche rasen-inspektion des ehemaligen bundestrainers
Flick, der bei der Trainingsbeobachtung des Atlético-Teams anwesend war, verbrachte ungewöhnlich viel Zeit mit der Untersuchung des Rasens. Er kniete nieder, berührte die Oberfläche, maß und vermaß – eine Szene, die aufmerksamste Beobachter nicht unbemerkt ließen. Der Grund für diese ungewöhnliche Prozedur: Flick äußerte Bedenken hinsichtlich der Höhe des Rasens, die er für zu hoch befand. Eine zu hohe Grasnarbe verlangsamt den Ballfluss – ein Fakt, der im katalanischen Camp traditionell auf wenig Gegenliebe stößt, nicht zuletzt in Erinnerung an die Guardiola- und Xavi-Ära.
Laut MARCA wandte sich Flick direkt an einen UEFA-Vertreter, um seine Bedenken zu äußern. Die UEFA versicherte daraufhin, die Rasenhöhe zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, wobei ein festgelegtes Protokoll zu befolgen ist. Die Vorschrift begrenzt die Rasenhöhe auf maximal 3 Zentimeter, wobei eine gleichmäßige Höhe über das gesamte Feld gewährleistet sein muss. Atlético-Verantwortliche bestätigten, dass der aktuelle Rasen innerhalb dieser Vorgaben liege – und auch im Vergleich zur gesamten Saison gleichmäßig sei. Im Camp Nou ist traditionell eine Rasenhöhe von 2,3 Zentimetern üblich, offenbar eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Doch die Kontrolle über Bewässerung und Feuchtigkeit liegt klar bei der UEFA. Hier gibt es keine Grauzone. Die Regularien sehen vor, dass das Spielfeld im Einvernehmen beider Teams entweder einmal vor oder nach dem Spiel bewässert werden kann. Bei der heutigen Trainingseinheit der Katalanen wurde der Rasen bereits befeuchtet, was sicherlich nicht dazu beigetragen hat, Flick’s anfängliche Skepsis zu zerstreuen.
Die Diskussion um den Rasen im Metropolitano ist keineswegs neu. Bereits im Hinspiel des Copa del Rey stolperte Joan García von Barcelona über einen kleinen Unebenheit, die ihm beim 4:0-Debakel zum Verhängnis wurde. Auch Atlético-Spieler wie Griezmann und Koke haben sich in der Vergangenheit über den Zustand des Rasens beschwert. Diese Vorfälle erinnern an die hitzige Debatte im Jahr 2016, ebenfalls zwischen Barcelona und Atlético, damals im Estadio Vicente Calderón. Und auch 2011, im Halbfinale gegen Real Madrid im Estadio Santiago Bernabéu, gab es ähnliche Beanstandungen seitens der Guardiola-Elf.
Die Rasen-Kontroverse ist somit ein wiederkehrendes Thema in den prestigeträchtigen Duellen zwischen den Top-Teams Europas. Ob Flick’s Misstrauen den Ausgang des Rückspiels beeinflussen wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Der Rasen wird auch dieses Mal ein heiß diskutiertes Thema sein.
