Flagg pulverisiert mit 51 punkten die 50er-marke – und franz wagner kehrt zurück
Orlando schlägt Dallas 138:127, sichert sich die Play-In-Teilnahme und erlebt dabei ein Déjà-vu mit deutschem Akzent: Franz Wagner liefert nach seiner Sprunggelenkspause 18 Punkte ab, während auf der gegnerischen Seite ein 19-Jährigergeschichte schreibt.
Cooper flagg wird zum jüngsten 50-punkte-shooter der nba
Der Rookie traf im vierten Viertel allein 24 Mal und katapultierte sich damit in die Geschichtsbücher. Mit 51 Zählern ist er der erste Teenager, der die 50er-Marke durchbricht – und das in einer Saison, in der er schon zum zweiten Mal über 45 Punkte wirft. Nur Michael Jordan schaffte das in seiner Rookie-Season ebenfalls mehrfach.
Jason Kidd, Trainer der Mavericks, atmete nach dem Spiel tief durch: „Er sollte Rookie of the Year werden. Punkt.“ Dabei hatte Dallas lange wie ein Punchingball ausgesehen: 21 Punkte Rückstand, Kidd flog nach einer Technischen raus, und die 14. Heimpleite in Serie nahm Form an. Doch Flagg schraubte sich immer weiter nach oben, bis die Arena kurz vor dem Kochen war.

Deutsche akzente jenseits des hypes
Während alle über Flagg reden, kratzen die deutschen Routiniers am Playoff-Rand. Tristan da Silva warf ebenfalls 19 Punkte und bewies, dass Orlando tief ist. Moritz Wagner saß dagegen komplett auf der Bank – ein Luxusproblem für Trainer Jamahl Mosley, der seine Rotation nicht mal eben umstellen will. Der Gewinner der Nacht ist aber eindeutig Ariel Hukporti: In nur acht Minuten beim 136:96-Sieg der Knicks gegen Chicago sammelte der Center sechs Punkte und gab seinem Klub zusätzliche Tiefe für die bevorstehenden Schlachten.
Die Magie liegt nun bei 36:38 und kann noch an den direkten Playoff-Pläten schnuppern. Dallas hingegen bleibt bei 30:44 stehen und muss zusehen, wie ein Teenager die Hoffnung in der Stadt der Cowboys entzündet – auch wenn die Niederlage seine Kunst trübt. Flagg selbst packte es in einem Satz zusammen: „Es macht Spaß, im Flow zu sein, aber ich hasse zu verlieren.“
Die Botschaft der Nacht: Orlando stoppt die Talfahrt, Deutschland liefert die Nebenrollen, und die NBA bekommt ihren neuen Superhelden – ob sie will oder nicht.
