Fischtown pinguins stolpern in die pre-play-offs – nürnberg wartet mit offenem visier
Sie haben gespuckt, gekracht und am Ende doch nichts gewonnen. Die Fischtown Pinguins besiegten Dresden 6:1, aber Berlin schob sich dazwischen – und jetzt heißt es: Pre-Play-offs oder nichts. Ab Dienstag treffen die Bremerhavener auf die Nürnberg Ice Tigers, die ihnen in dieser Saison schon dreimal das Leben schwer machten.
Ein sieg reicht nicht – berlin zieht vorbei
Die Rechnung war einfach: gewinnen und hoffen. Die Pinguins lieferten ab, 6:1 gegen Dresden, das Eis dampfte, die Fans tobten. Doch die Eisbären siegten ebenfalls. Platz sieben statt sechs – und damit der Umweg über die Qualifikation, der keiner wollte. 52 Spiele Saison, 52 Mal Herzblut, und am Ende entscheidet ein fremdes Ergebnis.
Jetzt droht ein Best-of-Three gegen Nürnberg, den Angstgegner. Die Bilanz: drei Niederlagen in den ersten drei Duellen, dann ein 6:4-Feuerwerk am Freitag. Es war kein Spiel, es war ein Schlagabtausch: Stock gegen Helm, Ellbogen gegen Visier, Maxim Rausch mitten im Gewühl. Die Bilder gingen durch die Medien wie ein Warnschuss.

2019 Verloren, 2023 gewonnen – 2026 wird entschieden
Zweimal standen sich beide Teams schon in der Quali gegenüber. 2019 schlugen die Tigers mit 2:1, 2023 revanchierten sich die Pinguins mit 2:0. Die Serie ist offen, die Messer auch. Alexander Sulzer, der Coach mit dem kühlen Blick, sagt der „Nordsee-Zeitung“: „Wir nehmen das jetzt so, wie es ist. Zwei Siege mehr holen – das werden wir tun.“ Kein Pathos, nur Programm.
Termine stehen: Dienstag 19.30 Uhr in Bremerhaven, Freitag 19.30 Uhr in Nürnberg, falls nötig Sonntag 14 Uhr wieder daheim. Drei Tage, zwei Siege, ein Ziel: Viertelfinale. Wer zuerst zwei Mal jubelt, darf gegen Wolfsburg oder Schwenningen antreten. Die anderen packen die Schlittschuhe ein.
Die Eisfläche ist noch glatt, doch die Risse sind sichtbar. Die Saison der Pinguins droht zu enden, wo sie begann: mit einem Kampf ums Überleben. Nur diesmal zählt kein Torverhältnis, kein Video-Beweis, nur reine Nerven aus Stahl. Und die haben Bremerhavens Jungs schon oft bewiesen – jetzt müssen sie es wieder tun, sonst wird das Meer in der Eishalle zum letzten Mal diese Saison rauschen.
