Fis-chaos: shiffrin und meillard attackieren eliasch!

Die Ski-Welt steht Kopf: FIS-Präsident Johan Eliasch gerät in heftige Kritik. Nicht nur Marco Odermatt hatte öffentlich seinen Rücktritt gefordert, nun schießen auch Mikaela Shiffrin und Loic Meillard scharf gegen die Führung des internationalen Ski-Verbands.

Die stimmen der stars: ein vertrauensverlust?

Die Forderungen sind unmissverständlich. Loic Meillard, Olympiasieger aus der Schweiz, wünscht sich laut dem „Blick“ einen „neuen Präsidenten, der weniger für sich und mehr für den Skisport tut.“ Er räumte zwar ein, kein Problem mit Eliasch als Person zu haben, betonte aber, dass dieser die Versprechen, die er bei seinem Amtsantritt 2021 gemacht hatte, nicht eingehalten habe. Besonders bitter: die Umstellung der Preisgelder von Schweizer Franken auf Euro, was für die Athleten zu einem finanziellen Nachteil führt. „Das ist kein gutes Geschäft für uns“, so Meillard.

Auch Mikaela Shiffrin schlug in dieselbe Kerbe. Die Rekord-Weltcupsiegerin bemängelte einen „erheblichen Mangel an Transparenz“ innerhalb der FIS. „Ich bin keine Expertin auf organisatorischer Ebene“, erklärte sie, „aber Transparenz ist der Schlüssel.“ Das Echo in der Athletensphäre ist vernehmbar – eine zunehmende Frustration über mangelnde Kommunikation und unklare Entscheidungen.

Versprechen geplatzt: wo ist das geld geblieben?

Versprechen geplatzt: wo ist das geld geblieben?

Eliaschs Ankündigung, die Preisgelder an das Tennisniveau anzugleichen, hat sich als Luftnummer erwiesen. Während Tennisspieler bei den French Open Millionen kassieren, erhielt Marco Odermatt in seiner Rekordsaison 2023 lediglich eine Million Euro. Die Diskrepanz ist eklatant und befeuert die Kritik weiter.

Aber das ist noch nicht alles. Die FIS verfügt über beträchtliche finanzielle Mittel. Bei Amtsantritt Eliaschs betrug der Kontostand des Verbands stolze 142 Millionen Euro. Fünf Jahre später sind es lediglich noch 47 Millionen – wohin ist das Geld verschwunden? Meillard wunderte sich lautstark: „Die Präparation der Pisten ist im Durchschnitt nicht besser geworden, und auch in den Teamhotels wird kein hochwertigeres Essen serviert.“ Die Frage nach der Verwendung der Gelder bleibt unbeantwortet und nährt den Misstrauen.

Politische schachzüge am rande des abgrunds

Politische schachzüge am rande des abgrunds

Für Johan Eliasch kommt die Kritik zur Unzeit. Am 11. Juni steht die Neuwahl des FIS-Präsidenten an. Große Ski-Nationen wie Österreich und die Schweiz haben bereits angekündigt, seine Wiederwahl verhindern zu wollen. Ein regelrechter Zirkus entstand um Eliaschs Kandidatur: Da Schweden ihm seine Unterstützung verweigerte, beantragte er hastig die georgische Staatsbürgerschaft, um für die Osteuropäer ins Rennen gehen zu können. Ein fragwürdiger Schachzug, der zusätzlich für Aufsehen sorgte und den Glaubwürdigkeitsschaden weiter vergrößert.

Mikaela Shiffrin fasste die Situation treffend zusammen: „Ich hoffe, dass unabhängig davon, wer in Zukunft Präsident sein wird, diese Person den Athleten wirklich zur Seite steht und zeigt, dass sie unsere Leistungen durch Transparenz und Ehrlichkeit zu schätzen weiß.“ Die Zukunft des internationalen Skisports hängt davon ab, ob die FIS bereit ist, auf die Stimmen der Athleten zu hören und einen echten Wandel einzuleiten. Die Skigrößen haben gesprochen – nun muss die FIS handeln.