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FIS beschließt neuen WM-Rhythmus: Jedes Jahr eine Weltmeisterschaft oder Olympische Spiele

Thun, Schweiz – Die FIS (Fédération Internationale de Ski) hat auf ihrem zweitägigen Kongress in Thun einen grundlegenden Wandel im Skisport beschlossen: Ab 2032 wird es jedes Jahr entweder eine Weltmeisterschaft oder Olympische Winterspiele geben. Dies verdichtet den Jahreskalender und erhöht die Frequenz der WM-Veranstaltungen deutlich.

Neuerung nach dem Vorbild des Biathlons

Bisher fanden Weltmeisterschaften der FIS-Disziplinen nur alle zwei Jahre statt. Mit der neuen Regelung orientiert sich der Skisport am Modell des Biathlons, wo bereits ein jährlicher WM-Rhythmus etabliert ist. Die Entscheidung verspricht mehr gemeinsame Starts von Damen und Herren, was laut Experten zu selten vorkommt.

Markus Wasmeier: „Wenn ich noch Athlet wäre, hätte ich Spaß daran“

Markus Wasmeier: „Wenn ich noch Athlet wäre, hätte ich Spaß daran“

Der ehemalige Skirennläufer und Doppelolympiasieger Markus Wasmeier äußerte sich im SPORT1-Interview zu der Neuerung. Er bezeichnete die Aufwertung der Weltmeisterschaften als positiv, obwohl die größere Zeitspanne zwischen den Veranstaltungen bisher einen höheren Stellenwert verliehen habe. „Wenn ich noch Athlet wäre, hätte ich Spaß daran, wenn wir mehrere Weltmeisterschaften hätten“, so Wasmeier.

Auswirkungen auf Athleten und Veranstalter

Auswirkungen auf Athleten und Veranstalter

Die erhöhte WM-Frequenz wirft Fragen auf: Droht ein überfüllter Wettkampfkalender? Was bedeutet die Neuerung für die Athleten und die Veranstalter? Wasmeier betonte, dass Sportler täglich auf Höchstleistungen vorbereitet sind und es letztendlich egal sei, ob es sich um eine WM, Olympische Spiele oder ein Weltcup-Rennen handelt. Er räumte jedoch ein, dass die Weltmeisterschaft im Weltcup-Kalender „einiges wegzwicken“ wird und etablierte Wettkämpfe wie die Vierschanzentournee möglicherweise leiden könnten. Einige Weltcup-Orte könnten gestrichen werden müssen, um den neuen Rhythmus zu bewältigen.