Fiona may sorgt für wirbel – ihr vater schaltet sich ein und attackiert patrick stevens
Florenz ist mehr als ein Kulissenwechsel für Fiona May. Die Kameras von „Pechino Express“ laufen, die Sozialen Medien kochen, und mitten im Zirkus platzt Gianni Iapichino der Kragen. Der Vater und Coach von Larissa und Anastasia zieht gegen Patrick Stevens, den belgischen Ex-Sprinter und Lebensgefährten von May, zu – wegen eines einzigen Satzes im Fernsehen.
Der satz, der alles entfachte
Stevens hatte sich selbst zum Beschützer der May-Töchter erklärt. „Ich werde auf sie aufpassen“, sagte er in einem Interview. Für Iapichino ein Affront. „Wie will er das machen, wenn er in Belgien lebt und meine Mädchen 300 Tage im Jahr in Florenz trainieren?“, kontert er gegenüber La Repubblica. Die Antwort klingt wie ein Faustschlag: „Den männlichen Schutz übernehme ich.“
Die Spitze ist nicht nur rhetorisch. Iapichino deutet an, Stevens habe sich mit seinem Italienisch verhaspelt. „Vielleicht wollte er ja nur nett klingen.“ Doch die Ironie ist nicht zu überhören: Ein Olympiasieger, der sich selbst erklärte Held spielt, wird vom lebenslänglichen Coach der Töchter in die Schranken verwiesen.

Fiona may ohne filter – gefährlich oder authentisch?
Iapichino kennt May seit Jahrzehnten. Er weiß, wie sie tickt. „Früher musste sie sich verstecken, damals gab es keine Solidarität unter Athletinnen. Heute braucht sie keine Maske mehr.“ Die Folge: ausgeflippte Auftritte, laute Wortgefechte, TV-Momente, die viral gehen. „Das ist keine Show, das ist sie“, sagt Iapichino. „Aber im Alltag kann so ein Charakter an die Decke gehen. Was ich gesehen habe, war nicht gerade vorbildlich.“
Die Aussage wirkt wie ein Seitenhieb auf May, die in den sozialen Netzwerken für ihre Lautstärke gefeiert und gescholten wird. Gleichzeitig schützt er seine Töchter vor dem Sog der Öffentlichkeit. „Larissa hat gerade das Eis gebrochen – ihre erste globale Medaille. Jetzt kommt die Saison, in der sie sich holt, was ihr zusteht.“
Die Message ist klar: Bei ihm gibt es kein Medientraining, nur Leistung. Und keine belgischen Fernsehversprechen.
