Finalissima abgesagt: messis argentinien blockiert – uefa platzt der kragen

Die Finalissima ist tot. Argentinien und Spanien werden nicht mehr gegeneinander antreten. Die UEFA bestätigte am Sonntag das Aus für das Prestige-Duell – und macht eindeutig den Weltmeister verantwortlich.

Die Entscheidung folgt auf eine Serie von Absagen. Nachdem Katar als Austragungsort wegen der Eskalation im Nahen Osten gefallen war, versuchte die UEFA vergeblich, Ersatz zu finden. Madrid? Nein. Hin- und Rückspiel? Auch nicht. Selbst ein neutrales Stadion in Europa am 27. oder 30. März wurde abgelehnt.

Argentinien wollte nicht – und hat nun nichts

Argentinien wollte nicht – und hat nun nichts

Die Begründung der UEFA klingt wie ein Schuldzuweisung: „Alle Alternativen erwiesen sich für den argentinischen Verband als inakzeptabel.“ Argentinien bestand offenbar auf den Termin 31. März – zu spät, um noch umgesetzt zu werden. Zuvor hatte der Verband gefordert, die Partie nach der WM 2026 zu verschieben. Spanien hatte freilich keine Lust, sich in einen Terminkalender-Trick verwickeln zu lassen.

Die Finalissima war ohnehin kein Lieblingskind der Albiceleste. Trainer Lionel Scaloni hatte intern Bedenken geäußert, nicht zuletzt wegen der 1:6-Pleite gegen Spanien vor der WM 2018. Zudem: Ohne Katar fehlte die lukrative Prämie. Die UEFA dankt in ihrer Mitteilung dem spanischen Verband, Real Madrid und Katar – nur nicht der AFA.

Für Fans bleibt ein fader Beigeschmack. Die Finalissima war als Showdown der Kontinentalmeister gedacht. Stattdessen wird 2024 ein leeres Datum im Kalender stehen. Argentinien reist ohne Prestige-Duell in die Copa America, Spanien ohne letzten Test vor der EURO. Die UEFA wird neu planen müssen – und Messi wird ein weiteres Länderspiel weniger bestreiten. Die Finalissima ist Geschichte, bevor sie richtig begann.