Fifa wm 2026: ifab ändert die fußballregeln für immer
London, Ende Februar. Das International Football Association Board (IFAB) hat in Hensol, Wales, eine Reihe von Regeländerungen verabschiedet, die ab der Weltmeisterschaft 2026 in Kraft treten. Danach sollen sie den gesamten Weltfußball ab dem Sommer 2026 erfassen. Wer glaubt, das sei eine Randnotiz aus einer Verwaltungssitzung, unterschätzt, was da gerade beschlossen wurde.
Zeitverschwendung war gestern – das ifab meint es ernst
Der Kern des Pakets ist simpel: Schluss mit dem ewigen Zeitschinden. Einwürfe, Abstoß, Auswechslungen – all das kostet in der Praxis Minuten, die nie wirklich nachgespielt werden. Das IFAB hat das erkannt und greift jetzt strukturell ein. Auswechslungen sollen mit laufender Uhr abgewickelt werden, der Spieler verlässt das Feld an der nächsten Seitenlinie, nicht erst am Mittelpunkt. Eine kleine Änderung mit großer Wirkung.
Auch bei Einwürfen und Torabstößen wird nachgezogen. Die Regelung zielt darauf ab, dass Mannschaften die Spielunterbrechungen nicht länger als taktisches Mittel missbrauchen können. Wer schon mal zugeschaut hat, wie ein Verteidiger beim Stand von 1:0 in der 80. Minute gemächlich zum Einwurf schlendert, weiß genau, wovon die Rede ist.
Eine minute an der bank – nicht mehr, nicht weniger
Neu ist außerdem eine feste Zeitvorgabe für Auswechslungen an der Seitenlinie: maximal eine Minute. Wer länger braucht, riskiert Konsequenzen. Das klingt nach Detail, ist aber eine direkte Antwort auf die zunehmende Taktiererei rund um die Coaching Zone.
Beim VAR gibt es ebenfalls Anpassungen. Genauere Informationen über die Überprüfungsschritte sollen Transparenz schaffen – ein Thema, das Fans und Trainer seit Jahren beschäftigt. Der VAR bleibt, aber er soll weniger ein schwarzes Loch für Spielzeit werden.
Was mit den torhütern passiert
Torwarte standen schon länger im Visier des IFAB. Die neuen Regeln präzisieren, wie lange ein Keeper den Ball in der Hand halten darf und unter welchen Bedingungen er den Abstoß ausführen muss. Wer die letzten Jahre verfolgt hat, weiß: Manche Torhüter haben die bisherigen Regelungen kreativ ausgelegt. Das wird schwieriger.
Ich sage es direkt: Diese Änderungen sind überfällig. Der Fußball verliert jährlich Millionen von Zuschauern an andere Sportarten, die dynamischer wirken. Mit diesen Maßnahmen reagiert das IFAB auf einen echten Qualitätsverlust im Spielfluss – und tut das mit bemerkenswerter Konsequenz. Die WM 2026 wird das erste große Labor sein. Wenn die Zahlen zur Nettospielzeit stimmen, wird der Rest der Welt folgen müssen.
