Fifa erhöht wm-prämien: deutsche fußball-verbände atmen auf
Die WM-Fieber steigt, und mit ihm die finanziellen Fragen. Erst Unmut, nun eine Kehrtwende: Die FIFA hat die Prämien für die anstehende Weltmeisterschaft in Nordamerika deutlich erhöht. Ein Schritt, der vor allem den deutschen Fußball-Bund (DFB) und andere Nationen beruhigt, die zuvor Bedenken geäußert hatten.

Mehr geld für die teams im kampf um den titel
Insgesamt werden nun 871 Millionen US-Dollar (rund 744 Millionen Euro) an die 48 teilnehmenden Teams ausgeschüttet – ein signifikanter Anstieg gegenüber den zuvor geplanten 727 Millionen US-Dollar. Das teilte der FIFA-Council während seiner Sitzung in Vancouver mit. Besonders erfreulich für den DFB ist das erhöhte Startgeld von 10 Millionen US-Dollar (vorher 9 Millionen) und die zusätzlichen 2,5 Millionen Dollar für die Vorbereitungskosten (früher 1,5 Millionen).
Doch die finanzielle Situation ist komplex. Der schwankende Dollarkurs und die unterschiedliche Besteuerung der Gewinne in den verschiedenen US-Bundesstaaten werfen weiterhin Fragen auf. Geschäftsführer Andreas Rettig hatte bereits vor der Erhöhung des Unbehagens des DFB zum Ausdruck gebracht. „Das bereitet uns wirklich Unbehagen“, so Rettig.
Die FIFA rechtfertigt die Erhöhung mit dem kommerziellen Erfolg des Turniers. Gianni Infantino, der Präsident des Weltverbandes, betonte stolz: „Die FIFA befindet sich in der finanziell stabilsten Position ihrer Geschichte, was es uns ermöglicht, all unseren Mitgliedsverbänden auf beispiellose Weise zu helfen.“ Eine Aussage, die zeigt, dass die Einnahmen der FIFA nun auch tatsächlich in den Sport reinvestiert werden.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Prämienverteilung konkret auf die einzelnen Nationalmannschaften auswirken wird. Die 16 zusätzlichen Teams im Vergleich zur WM 2022 in Katar stellen eine Herausforderung dar, aber die erhöhten Prämien bieten zumindest eine gewisse finanzielle Entlastung. Die Vorfreude auf das Turnier ist ungebrochen, und die Spieler können sich nun voll und ganz auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren.
Die Rekordsumme von 50 Millionen US-Dollar für den neuen Weltmeister bleibt unberührt und unterstreicht die Bedeutung dieses Ereignisses für den globalen Fußball. Die anstehende WM verspricht nicht nur spannende Spiele, sondern auch eine neue Ära der finanziellen Fairness im internationalen Fußball.
