Fide-präsident dvorkovich drohen eu-sanktionen wegen ukraine-krieg
Eu-sanktionsliste umfasst schachverbandschef
Arkadi Dworkowitsch, der Präsident der Internationalen Schachföderation (FIDE), steht auf einer Liste von 30 Personen und 64 Organisationen, gegen die die Europäische Union (EU) möglicherweise Sanktionen verhängen wird. Laut Informationen von currenttime.tv werden Dworkowitsch und die genannten Organisationen beschuldigt, die Souveränität der Ukraine zu untergraben, den Krieg zu unterstützen und Sanktionen zu umgehen.

Mögliche konsequenzen für dworkowitsch
Die drohenden Sanktionen könnten für Dworkowitsch ähnliche Folgen haben wie für seinen Vorgänger, Kirsan Iljumschinow. Dieser war 2018 von den USA sanktioniert worden, was ihn faktisch zum Rücktritt zwang. Dworkowitsch könnte aufgrund von Reisebeschränkungen innerhalb der EU und der Sperrung von Bankkonten seine Tätigkeit als FIDE-Präsident nicht mehr ausüben können. Die FIDE hat ihren Hauptsitz zwar in Lausanne, Schweiz, diese ist aber Teil des Schengen-Raums und des europäischen Binnenmarktes.

Weitere sportfunktionäre betroffen
Neben Dworkowitsch könnten auch andere russische Sportfunktionäre von den Sanktionen betroffen sein. Dazu gehören Michail Mamiaschwili, Präsident des russischen Ringerverbandes, Stanislaw Posdnjakow, Präsident des russischen Olympischen Komitees, und der Boxer Fedor Tschudinow. Auch der ehemalige Schachweltmeister Anatolij Karpow, ein Abgeordneter der russischen Duma, wurde bereits 2022 in diese “Schwarze Liste” aufgenommen.
Zeitplan für die sanktionsverhängung
Die EU-Außenminister werden sich voraussichtlich am 24. Februar, dem Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine, treffen und über die Sanktionen abstimmen. Sollte der Entwurf bestätigt werden, werden die Sanktionen offiziell verkündet. Die Situation ist angespannt und die Auswirkungen auf den internationalen Schachsport könnten erheblich sein.
Dworkowitschs vergangenheit und engagement
Dworkowitsch, von 2012 bis 2018 stellvertretender Ministerpräsident Russlands unter Dmitri Medwedew, war maßgeblich an der Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland beteiligt. Seine Arbeit wurde von Gianni Infantino, dem Präsidenten der FIFA, öffentlich gelobt. Er zeigte auch Interesse am Schachgeschehen, wie sein Besuch bei der Frauen-Weltmeisterschaft in Linares (Spanien) im November letzten Jahres bewies.
Besuch in spanien und beobachtung eines länderspiels
Während seines Aufenthalts in Spanien im vergangenen November besuchte Dworkowitsch das WM-Finale der Frauen-Nationalmannschaften in Linares und sah am 18. November das Spiel zwischen Spanien und der Türkei im Estadio de La Cartuja in Sevilla von der VIP-Tribüne aus. Diese Beobachtungen verdeutlichen sein aktives Engagement im Sport, auch außerhalb des Schachs.
Ausblick und mögliche reaktionen
Die bevorstehenden Sanktionen werfen Fragen nach der Zukunft des Schachsports auf. Es bleibt abzuwarten, wie die FIDE und die internationale Schachgemeinschaft auf die möglichen Einschränkungen reagieren werden. Die Situation ist komplex und erfordert eine sorgfältige Abwägung aller Optionen. Ich werde Sie hier auf dem Laufenden halten.
