Fery schreibt wimbledon-geschichte: zverev-duell im halbfinale!
London erbebt! Arthur Fery, der britische Überraschungsmann, hat sich sensationell ins Halbfinale von Wimbledon gekämpft und damit eine Märchengeschichte geschrieben, die selbst die Queen nicht verpassen konnte. Die Frage, ob der legendäre Henman Hill bald umbenannt werden muss, beschäftigt nun die BBC – als Zeichen für den Aufstieg eines neuen britischen Tennishelden.
Ein aufstieg wie aus dem bilderbuch
Der 23-Jährige, der mit der Wildcard ins Turnier gestartet war, besiegte in einer beeindruckenden Vorstellung Flavio Cobolli glatt mit 6:4, 7:6 (7:4), 6:0. Von Platz 114 der Weltrangliste auf den Weg zum möglichen Finalisten – ein unglaublicher Sprung, der die britische Tennislandschaft seit Jahren nicht mehr erlebt hat. Cameron Norrie war der letzte Brite, der vor vier Jahren so weit kam.
Die Royal Family ist begeistert: Königin Camilla persönlich wartete nach dem Match auf Fery, gratulierte ihm und ließ sich von ihm von seinem bevorstehenden Geburtstag am Sonntag erzählen, an dem er im Falle eines Finaleinzugs seine Ehre noch einmal feiern könnte. Ein fast schon kitschiger Gedanke, der in der Realität jedoch eine ungeahnte Spannung birgt.

Zverev: die nächste hürde
Doch bevor Fery seinen Geburtstag mit dem Gewinn des Titels krönen kann, muss er sich erst Alexander Zverev stellen. Der deutsche Top-Spieler stellt eine ganz neue Kategorie dar, wie Fery selbst zugab: „Zverev ist nochmal ein größeres Level.“ Er selbst scheint aber bereit zu sein, gibt zu verstehen, und betont: „Ich habe nichts zu verlieren. Ich werde einfach rausgehen, mein Spiel zeigen und das tun, was ich bisher getan habe.“
Seine familiäre Herkunft ist bemerkenswert: Geboren in Sèvres, vor den Toren von Paris, stammt er von einer Mutter ab, die selbst in der ersten Runde der French Open im Doppel stand, und einem Vater, Loïc Fery, der heute Präsident des französischen Erstligisten FC Lorient ist. Die Familie zog früh nach London, wo Arthur Fery „fünf Minuten die Straße runter“ von Wimbledon aufwuchs und den Wimbledon-Club schon als Kind regelmäßig besuchte.
Die Geschichte von Arthur Fery ist mehr als nur ein sportlicher Erfolg – sie ist ein Symbol für Hoffnung und die Möglichkeit, Träume zu verwirklichen, selbst aus den unwahrscheinlichsten Verhältnissen heraus. Ob er Zverev schlägt und Wimbledon tatsächlich gewinnt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Fery hat Wimbledon in seinen Bann gezogen.
