Fery jagt ivanisevics sensation nach: kann er zverev bezwingen?
Wimbledon erlebt eine überraschende Geschichte: Arthur Fery, ein britischer Wildcard-Starter, steht unerwartet im Halbfinale. Kann er an Goran Ivaniševićs legendärer Leistung von 2001 anknüpfen und Alexander Zverev aus dem Turnier werfen? Die Tenniswelt hält den Atem an.

Ein viertelfinaleinzug, der geschichte schreibt
25 Jahre ist es her, dass Goran Ivanišević als erster und bisher einziger Wildcard-Spieler Wimbledon gewann. Ein Märchen, das nun von Arthur Fery wiederholt werden könnte. Der junge Brite hat mit beeindruckender Leistung die Erwartungen übertroffen und sich einen Platz unter den letzten Vier erobert. Sein Sieg gegen Flavio Cobollo war der krönende Abschluss einer bisher außergewöhnlichen Turnierleistung.
Doch der Vergleich mit Ivanišević ist mehr als nur eine nette Analogie. Beide Spieler haben eine ähnliche Geschichte: Außenseiter, die sich durchsetzen und die Favoriten überraschen. Ivanišević, der damals mit einer angeschlagenen Schulter und skeptischen Blicken ins Turnier ging, bewies mit unbändigem Kampfgeist und einer gehörigen Portion Glück, dass alles möglich ist. Kann Fery diesen Spirit wieder aufleben lassen?
Die Ivanišević-Saga von 2001: Ein Blick zurück Die Geschichte des kroatischen Tennis-Helden ist legendär. Nach drei Finalniederlagen schien seine Zeit in Wimbledon abgelaufen. Doch dann kam die Wildcard, ein Geschenk des Veranstalters, das sich als Glücksgriff erweisen sollte. Der Regen spielte ihm in die Hände, und mit einem spektakulären Sieg im Halbfinale gegen Tim Henman, der durch die Unterbrechungen seinen Rhythmus verlor, war der Weg ins Finale frei. Im Finale gegen Patrick Rafter setzte er sich schließlich knapp durch und krönte seine Karriere mit dem Wimbledon-Titel.
Fery steht nun vor einer ähnlich großen Herausforderung. Alexander Zverev ist ein ganz anderer Gegner als Henman. Der deutsche Top-Spieler ist körperlich robuster, technisch versierter und mental stärker. Doch Fery hat bereits bewiesen, dass er auch gegen hochklassige Gegner mithalten kann. Seine Vorhand ist eine Waffe, und sein Aufschlag ist gefährlicher, als viele ihm zutrauen.
Die britischen Fans stehen hinter ihm. Sie träumen von einem neuen Tennis-Märchen, von einem jungen Helden, der das Wunder von 2001 wiederholt. Ob Fery diesen Traum wahr werden lassen kann, wird sich am Donnerstag zeigen.
Die Wettquoten sprechen für Zverev, aber im Tennis ist alles möglich. Und wer weiß, vielleicht schickt ja auch der Himmel ein paar Regentropfen, um Ferys Chancen zu verbessern. Denn wie Goran Ivanišević einst sagte: „Gott hat den Regen geschickt, damit ich gewinnen kann.“
