Ferrero will alcaraz zurück: „ein offenes wort steht noch aus“
Juan Carlos Ferrero wirft den Ball zurück. Vier Monate nach dem Bruch mit Carlos Alcaraz sagt der Coach, der den Murcianer von 0 auf 6 Grand-Slam-Titel schleppte, was keiner erwartet: Er wäre bereit für ein Sequel. „Ich würde ihn sofort wieder betreuen“, sagt Ferrero im spanischen Radioprogramm El Cafelito – und liefert damit die erste echte Paukenschlag-Vor Indian Wells.
Warum ferrero alcaraz blockierte und jetzt doch wieder „herzklopfen“ hat
Die Trennung Ende 2024 war kein Schnitt, sondern ein Riss. Ferrero löschte Alcaraz aus seinen sozialen Netzwerken, weil „jeder zweite Post mich an die gemeinsamen Siege erinnerte“. Der Algorithmus ignorierte den Befehl: „Instagram zeigte mir Carlitos trotzdem, als wolle es mich strafen.“ Der ehemalige Roland-Garros-Sieger spricht von „Entzugssymptomen“ und gibt zu, die Finalmatches in Doha nicht komplett geschaut zu haben. „Wenn er einen Winner schlägt, kneife ich noch immer in die imaginäre Reichweite, um zu klatschen.“
Das nächste Kapitel könnte in der Wüste von Kalifornien beginnen. Ferrero trainiert derzeit Golf-Pro Ayora als Mentalcoach, doch beim Blick auf den Turnierplan von Indian Wells huscht der Blick zurück. „Wir haben ein Gespräch offen, ja. Ich schulde ihm eine Erklärung, er mir vielleicht ein Dankeschön“, sagt er und lacht verschmitzt. Golf statt Grand Slam? „Warum nicht. Vier Stunden Fairway würden mehr sagen als 40 Minuten Zoom.“

Die zahlen, die ferrero nicht loslassen
Unter seiner Führung holte Alcaraz 79 Siege bei nur 13 Niederlagen im Jahr 2023, einen Winning Percentage von 85,8 %. Seit dem Coach-Wechsel auf Samuel Lopez: 11 Siege, 4 Niederlagen – 73 %. Kleine Muster, große Signale. Ferrero weiß: „Statistiken lügen nicht, aber sie erzählen auch nicht die ganze Story.“ Die lautet: Der 20-Jährige verliert seine Unbekümmertheit, wenn er die Box betritt und statt der vertrauten Stimme nur ein neues Konzept hört.
Ein Comeback wäre nicht nur emotional, sondern auch ökonomisch brisant. Alcaraz’ Management umfirmaerte kurz nach der Trennung die Sponsoring-Verträge – neue Bonusstaffeln, andere PR-Routinen. Ein erneuter Wechsel würde Millionenclauses kicken, verlangt nach juristischem Kleinkram. Ferrero schiebt das beiseite: „Wenn er anruft, lege ich auf Golf, auf Ayora, auf alles. Sequel? Manchmal ist Teil 2 besser als Teil 1.“

Was alcaraz sagt – und was er verschweigt
In Doha wirkte der Weltranglistenerste auf Pressefragen nach Ferrero irritiert. „Wir sind in Kontakt“, sagte er, „aber nicht im Takt“. Ein Satz, der durch die Garderobe ging wie ein Seitenhieb. Spanische Reporter sprechen von einer WhatsApp-Gruppe, in der beide noch sitzen – Stille seit 27. Dezember. Ferrero bestätigt: „Letzte Nachricht: ‚Feliz Navidad‘. Mehr kam nicht.“ Die Nonchalance des Spielers konterkariert der Coach mit Offenheit: „Ich will keine Träne, ich will ein Treffen.“
Indian Wells könnte der Katalysator sein. Alcaraz spielt am Dienstag seine Auftaktpartie, Ferrero reist mit Ayora in dieselbe Hotelanlage. „Ein zufälliges Hallo im Player-Restaurant wäre ein Anfang“, sagt er und klingt plötzlich wie ein Fan, nicht wie ein Guru. Die Buchmacher reagieren: Die Quote auf ein Reunion innerhalb der Saison fiel von 12,0 auf 4,5.
Die Uhr tickt. Alcaraz jagt den zweiten Sonnenbrillen-Titel in der Wüste, Ferrero den zweiten Akt einer Beziehung, die ihn reich und leer zugleich machte. Wenn die Tenniswelt wieder von Schlägen und Geschwindigkeit spricht, flüstert ein ehemaliger Champion etwas anderes: „Manchmal gewinnt, wer zuerst ‚Entschuldigung‘ sagt.“ Die Arena ist gebaut, der Ball liegt im Feld von Carlitos. Ob er zurückschlägt, entscheidet sich zwischen den Linien – und vielleicht zwischen den Fairways von Indian Wells.
