Fernández: podio in deutschland – wm-kampf noch nicht außer reichweite!
Sachsenring – Ein überraschendes Ergebnis im MotoGP-Rennen: Raúl Fernández kletterte auf das Podium, obwohl er am Vortag mit heftigen Rückenbeschwerden zu kämpfen hatte. Ein Triumph der Willenskraft und des medizinischen Supports, der die Hoffnung auf eine WM-Teilnahme neu entfacht.
Ein unerwarteter triumph über schmerzen
Fernández selbst zeigte sich überrascht von seinem Erfolg. “Ehrlich gesagt, habe ich nicht einmal daran gedacht, um das Podium zu kämpfen. Ein realistisches Ziel wäre ein Platz unter den Top 5 gewesen”, gestand er. Die Unterstützung seines Teams, insbesondere der medizinischen Abteilung, sei entscheidend gewesen, um trotz der Schmerzen überhaupt an den Start gehen zu können. Der hohe Leistungsdruck während der Rennsaison, mit acht Grands Prix in elf Wochen, habe seinen Tribut gefordert und zu den Beschwerden am Vortag geführt.

Die márquez-schule: lernen im flug
Fernández lobte Marc Márquez für seine herausragende Leistung auf dem Sachsenring. “Es war ein Vergnügen, so viele Runden hinter ihm zu fahren und von ihm zu lernen. Es ist unglaublich zu sehen, wie er in Deutschland fährt, er hat alles im Griff”, so der Spanier. Er versuchte, Márquez' Fahrweise zu kopieren, stürzte jedoch beinahe, als er versuchte, eine ungewöhnliche Linie zu imitieren. “Es war ein Fehler, zu versuchen, einen Spezialisten wie Márquez zu kopieren. Ich habe gesehen, dass ich fast stürze und habe dann etwas zurückgerudert.”

Ai ogura: der unangefochtene herausforderer
Doch nicht nur Fernández hatte Schwierigkeiten, mit der Leistung anderer Fahrer mitzuhalten. Ai Ogura schien in einer eigenen Liga zu spielen. “Er hat uns allen etwas vorausgeworfen. Er nahm Márquez pro Runde viertel Sekunden ab”, erklärte Fernández. “Wir fuhren 1:21.8, 21.7, während Márquez uns um zwei oder drei Zehntel pro Runde eingekrallt hat. Aber in den letzten zehn Runden war Ai eine halbe Sekunde schneller als alle.”

Die wm-hoffnung: ein realistisches ziel?
Fernández betonte, dass er Fehler gemacht habe, die er in Zukunft vermeiden muss, wenn er in der Weltmeisterschaft eine ernstzunehmende Rolle spielen will. “Ich bin noch recht weit entfernt, aber es ist nicht unmöglich. Ich habe nicht gesagt, dass es möglich ist, aber auch nicht, dass es unmöglich ist.”
Mehr als nur ein team: die bedeutung der vertrautheit
Fernández schätzt sein Team sehr. “Ich bin hier glücklich. Sie mögen mich, das Team ist unglaublich und sie vertrauen mir blind”, sagte er. Er betonte, dass die Vertrautheit mit seinem Chefmechaniker, mit dem er seit fünf Jahren zusammenarbeitet, einen großen Unterschied mache. Die Erfahrung mit einem Werks-Team in Brno habe ihm gezeigt, dass die Effizienz im Team wichtiger sei als das Material. “Manchmal hat das Satellitenteam einen Vorteil, da es weniger Druck ausübt und wir jede Woche um das Podium kämpfen können.”
Aprilia-unterstützung: ein gewinn für alle
Auch die Unterstützung von Aprilia, insbesondere von Elena De Cia und Fabiano Sterlacchini, sei enorm. “Sie kommen bei jedem Training an die Box und bringen sich ein, egal ob wir vorne oder hinten liegen. Das ist etwas Besonderes.”
Raúl Fernández hat mit seinem Podestplatz in Deutschland gezeigt, dass er trotz körperlicher Schmerzen und eines starken Wettbewerbs zu Höchstleistungen fähig ist. Die WM ist noch nicht verloren, und mit der richtigen Einstellung und der Unterstützung seines Teams kann er im Kampf um die Spitze eine Überraschung schaffen. Die Faszination des Motorsports ist ungebrochen – und Fernández ist mittendrin.
