Fc wegberg-beeck verpflichtet danny fäuster als neuen trainer
Der FC Wegberg-Beeck macht Schluss mit der Trainer-Achterbahn – zumindest vorerst. Am Donnerstag präsentierte der Mittelrheinligist Danny Fäuster als Cheftrainer für die kommende Spielzeit. Vertrag bis Sommer 2027. Eine Entscheidung, die nach einem turbulenten Vereinsjahr fast schon nach Besinnung auf alte Stärken riecht.
Ein waldstadion, das fäuster schon kennt wie seine westentasche
Mit 18 Jahren kam er nach Beeck. Erst die A-Jugend, dann der Sprung in die erste Mannschaft – und was folgte, war eine Geschichte, die man im Waldstadion nicht so schnell vergisst. 129 Pflichtspiele, zwei Aufstiege in die Regionalliga, ein Innenverteidiger, der den Verein in seinen prägendsten Jahren mitgeformt hat. Bis 2020 trug Fäuster das Trikot, mit kurzen Unterbrechungen, aber immer mit Beeck im Herzen.
Seit Sommer 2022 sammelt der heute 36-Jährige Trainererfahrung beim A-Kreisligisten SV Brachelen – als Spielertrainer, bodenständig, nah am Fußball. Kein großer Name, kein Glamour. Aber genau das könnte der Klub jetzt brauchen.

Drei trainer in einer saison – die zahlen sprechen für sich
Was Wegberg-Beeck in dieser Spielzeit durchgemacht hat, lässt sich kaum schönreden. Mike Schmalenberg startete als Cheftrainer, hielt sich bis September. Dann übernahm Albert Deuker – knapp fünf Monate, ehe im Februar mit Mark Zeh ein alter Bekannter die Feuerwehr spielen musste. Zeh, 42, stand bereits von Mai 2019 bis Februar 2024 an der Seitenlinie in Beeck, zuerst bei der Zweiten, später bei der Ersten. Derzeit steht er mit dem Team auf Rang 9 der Mittelrheinliga-Tabelle. Sein Engagement war von Anfang an auf Saisonende begrenzt – eine Überganglösung, die ihre Aufgabe kennt.
Fäuster übernimmt also kein gemachtes Nest. Er übernimmt einen Verein, der sportlich in der Mittelrheinliga solide, aber nicht aufregend dasteht, und der intern in dieser Saison mehr Unruhe produziert hat als Tore. Genau deshalb wirkt die Wahl eines Mannes, der den Laden von innen kennt, fast logisch.

Heimkehr mit auftrag
Rückkehr ins Waldstadion – für Fäuster ist es die zweite. Wer den Verein so lange von innen erlebt hat, weiß, wo die Schrauben sitzen. Ob das reicht, um Wegberg-Beeck mittelfristig wieder näher an die Regionalliga zu bringen, wird die Zeit zeigen. Aber eines steht fest: Mit einem Vertrag bis 2027 hat der Klub zum ersten Mal seit Langem Planungssicherheit – und das ist nach diesem Trainerkarussell schon fast ein Luxus.
