FC St. Pauli: Jackson Irvine verlässt den Verein und wechselt nach Japan

Nach fünf Jahren, die von einer engen Bindung, aber auch zunehmenden Schwierigkeiten geprägt waren, verlässt Jackson Irvine den FC St. Pauli. Der Kapitän wechselt zum japanischen Verein Cerezo Osaka – trotz noch laufender Vertragslaufzeit.

Wechsel nach Japan: Ein Wunsch wird wahr

Die offizielle Bestätigung erfolgte am Mittwoch um 11 Uhr. Sportchef Andreas Bornemann erklärte, dass Irvine nach seiner Rückkehr von der WM den Wunsch geäußert habe, in Japan spielen zu wollen. „Nach intensiven Gesprächen haben wir diesem Wunsch entsprochen“, so Bornemann, der Irvine für seinen Einsatz in den vergangenen Jahren dankte und ihm und seiner Familie alles Gute wünschte. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Irvines Freude auf die neue Herausforderung

Irvines Freude auf die neue Herausforderung

Auf der Webseite seines neuen Vereins, Cerezo Osaka, äußert sich Irvine begeistert über den Wechsel: „Ich freue mich riesig darauf, in die heißeste Fußballnation der Welt zu kommen und mich einer neuen Liga und einem Verein mit großem Potenzial anzuschließen.“ Er hoffe, seine Erfahrung und Qualitäten einsetzen zu können, um das Team zu verbessern und freue sich auf eine neue Kultur und einen neuen Lebensstil.

Ein Politikum und eine komplizierte Personalie

Ein Politikum und eine komplizierte Personalie

Die Personalie Irvine war in den letzten Monaten zunehmend kompliziert und konfliktreich geworden. Seine Haltung im Israel-Gaza-Konflikt und seine PR-Aktivitäten trugen zu einer Spaltung innerhalb des Vereins und des Anhangs bei. Der 33-Jährige war bei St. Pauli zu einem Politikum geworden.

Vakante Kapitänsrolle und ein Ende einer Ära

Vakante Kapitänsrolle und ein Ende einer Ära

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 2024 und seinen vier Einsätzen bei der WM, reiste Irvine mit seiner Frau Jemilla nach Japan. Trainer Marcel Rapp muss nun einen neuen Kapitän bestimmen, da die Kapitänsfrage bis zuletzt offen blieb. Bei der offiziellen Saisoneröffnung stand Irvine nicht im Kader und war auch nicht im Stadion anwesend. Mit seinem Abschied endet eine Ära: Irvine bestritt 153 Spiele für den FC St. Pauli.