Fc bayern: strafzahlungen für zu langes trödeln!

München – Selbst der Rekordmeister ist nicht vor den Regeln gefeit: Der FC Bayern München muss tief in die Tasche greifen, weil seine Spieler vor zwei Bundesligapartien ungewöhnlich lange mit der Ausrüstung gebraucht haben. Das DFB-Sportgericht hat am Dienstag eine Gesamtstrafe von 65.000 Euro verhängt – eine Summe, die selbst die Verantwortlichen der Säbener Straße ins Schwitzen bringen dürfte.

Verzögerungen führen zu strafen

Verzögerungen führen zu strafen

Die Geschichte ist so banal wie ärgerlich: Bei der Ausrüstungskontrolle vor dem Spiel gegen Union Berlin am 21. März und vor dem Duell mit Eintracht Frankfurt am 21. Februar sollen die Bayern-Profis ungewöhnlich lange gebraucht haben. Die Verzögerung betrug beim Union-Spiel 1 Minute und 15 Sekunden, beim Frankfurt-Spiel satte 2 Minuten und 30 Sekunden. Das führte dazu, dass die Partien nicht pünktlich angepfiffen werden konnten – ein No-Go für den DFB.

Die Strafe setzt sich wie folgt zusammen: Für den Verstoß gegen die Spielordnung vor dem Union-Spiel wurden die Bayern mit 25.000 Euro belegt, für die Verzögerung vor dem Frankfurt-Spiel mussten sie sogar 40.000 Euro blechen. Eine teure Lektion für die Mannschaft von Thomas Tuchel, die zwar auf dem Platz überzeugt, aber offenbar hinter den Kulissen etwas unorganisierter zu sein scheint.

Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wird dieser Vorfall die Bayern dazu anspornen, ihre Vorbereitungsprozesse zu optimieren? Oder wird es als Einzelfall abgetan? Eines ist sicher: 65.000 Euro sind eine beträchtliche Summe, die dem Verein ein Denken über die eigenen Abläufe abverlangen dürfte. Die Fans hoffen, dass aus dem Fehltritt eine spürbare Verbesserung im Organisationsbereich resultiert – denn am Ende will man nicht nur auf dem Rasen, sondern auch abseits des Platzes als Klassenprimus gelten.