Fc andorra trotzt den widrigkeiten: zweite saison in laliga hypermotion gesichert!
Ein Fußballverein aus den Pyrenäen, der sich in der hochkarätigen LaLiga Hypermotion behauptet – das ist der FC Andorra. Der Klub, dessen Mehrheitsanteile bei Kosmos liegen, hat die vorläufige Sicherung einer weiteren Saison in der zweiten spanischen Liga bekannt gegeben. Doch der Weg zum Erfolg ist alles andere als einfach.

Einzigartig im wettbewerb: der andorranische underdog
Ferran Vilaseca, der Präsident des FC Andorra, verdeutlichte in einem Gespräch mit 2Playbook: „Draußen ist es kalt, wenn man nicht im Profifußball steckt.“ Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf, denn Andorra ist nicht nur der einzige Verein außerhalb Spaniens in der Liga, sondern kämpft auch mit einem der niedrigsten Gehaltsbudgets der Kategorie. Mit 6,98 Millionen Euro liegt der Verein nur knapp vor AD Ceuta, dem Aufsteiger.
Die Geschichte des FC Andorra ist bemerkenswert. Vor acht Jahren übernahm Kosmos, zusammen mit der lokalen Beteiligungsgesellschaft Clayton (44%), den Verein, der damals in der Primera Catalana spielte. Über eine umstrittene Platzkauf in der inzwischen aufgelösten Segunda B gelang der Aufstieg in den Profifußball. Ein Rückschlag in der Saison 2023-2024, als der Abstieg in die Primera Federación erfolgte, konnte durch eine entschiedene Reaktion der Investoren, die insgesamt 11 Millionen Euro in den Verein gesteckt haben, abgewendet werden.
Die Herausforderung: Konsolidierung in der Liga
„Unser Hauptziel ist es, uns in der LaLiga Hypermotion zu etablieren“, erklärt Vilaseca. Die Diskrepanz zu den etablierten Größen wie Deportivo La Coruña, Málaga und Sporting Gijón ist enorm. Andorra muss daher kreativ sein, um zu überleben. Neue Einnahmequellen werden gesucht, und die Beziehungen zu lokalen Behörden und Unternehmen werden intensiviert. Der Club of Companies, eine Initiative zur Förderung lokaler Unternehmen, spielt dabei eine wichtige Rolle.
Die anfänglichen Spannungen bezüglich der Präsenz des Vereins und seiner Bedürfnisse im Estadio Nacional sind mittlerweile beigelegt. Die Liga verlangte bestimmte Bedingungen, die durch die Verwendung von 4 Millionen Euro aus den CVC-Fonds erfüllt werden konnten. Doch Vilaseca räumt ein: „Unsere Ambitionen erlauben uns nicht, autark zu sein.“ Der Verein ist auf öffentliche Gelder, insbesondere auf die 2,5 Millionen Euro jährlich aus Subventionen und dem Sponsoring von Andorra Turisme, angewiesen. Allein durch den sportlichen Aufstieg konnte der Verein einen Tourismus-Effekt von 1,6 Millionen Euro generieren.
Die Jugendarbeit wird über den Kooperationspartner Nàstic Manresa vorangetrieben. „Wir stützen uns auf dieses Projekt, das uns viele Stunden Arbeit abverlangt und ein wichtiger Bestandteil des organischen Wachstums des FC Andorra ist“, so der Vereinschef. Die anfänglichen Zweifel und Vorbehalte gegenüber dem Projekt sind gewichen. „Heute hinterfragen unsere Worte und unsere Glaubwürdigkeit niemanden mehr. Das Projekt des FC Andorra ist unanfechtbar.“
Die Zahlen lügen nicht: Der FC Andorra hat in acht Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Doch der Weg ist noch lang, und der Kampf um den Verbleib in der LaLiga Hypermotion wird eine Zerreißprobe.
