Fazloula schläft kaum noch – sein vater ist unerreichbar
Sein Handy liegt nie weg. Nachts dreht er sich im Bett, wartet auf ein Lebenszeichen. Saeid Fazloula, Olympia-Kanute, zweifacher Vater, Athletiktrainer beim Karlsruher SC – und ein Mann, der seit dem 28. Februar 2026 nicht mehr wirklich schläft. Seit die Raketenangriffe auf den Iran begannen, ist für ihn der Alltag eingefroren.

Zwei kilometer vom bombenhafen entfernt
Seine Eltern wohnen zwei Kilometer von Bandar Anzali entfernt. Der Geburtsort von Fazloula, eine Hafenstadt am Kaspischen Meer mit gut 100.000 Einwohnern, dreieinhalb Autostunden nordwestlich von Teheran. An diesem Montag erreichte er kurz seinen Vater. Kurz. Denn dann sagte der Vater, der Marinehafen solle bombardiert werden. Danach: Stille. Kein Signal mehr. „Das macht mir Angst
