Familien-duell für die ewigkeit: rinderknech blickt auf shanghai-finale zurück
Ein Tennismatch, das in die Geschichte eingehen wird – zumindest glaubt Arthur Rinderknech das. Der französische Tennisprofi sprach im Podcast „Served with Roddick“ über das sensationelle Finale gegen seinen Cousin Valentin Vacherot beim Shanghai Masters im vergangenen Herbst, ein Ereignis, das er so schnell nicht vergessen wird.

Ein unerwartetes finale, das die tenniswelt überraschte
Die Vorstellung, dass Rinderknech, damals nur die Nummer 54 der Welt, und Vacherot, der auf Platz 204 rangierte, überhaupt im Finale aufeinandertrafen, erschien beiden Spielern vor dem Turnierbeginn schlichtweg ausgeschlossen. „Wir standen im Achtelfinale und Viertelfinale und dachten, es gibt keine Chance, dass wir uns im Finale sehen. Keine Chance!“, erklärte Rinderknech im Gespräch mit Andy Roddick. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide im Endspiel aufeinandertrafen, war minimal, und doch geschah es.
Die Emotionen kochten über. Nach den intensiven zwei Wochen auf dem Platz brachen beide Spieler in Tränen aus. „Die Siegerehrung war ziemlich schwierig nach allem, was passiert ist. Natürlich haben wir angefangen zu weinen. Auf dem Podium bekam ich Krämpfe. Mein Oberschenkelmuskel machte schlapp“, erinnerte sich Rinderknech mit einem Lächeln. Vacherot, der das Finale gegen den Monegassen in drei Sätzen gewann, hat mittlerweile seinen Cousin in der Weltrangliste überholt und ist in Roland-Garros an 16 gesetzt, während Rinderknech den 22. Platz belegt.
Es bleibt abzuwarten, ob sich die beiden Cousins in Paris erneut gegenüberstehen werden. Ein Duell im Halbfinale wäre theoretisch möglich, doch dafür müsste Rinderknech zunächst den Weltranglistenersten Jannik Sinner bezwingen – eine Aufgabe, die alles andere als einfach wird. Doch eines ist sicher: Das Finale in Shanghai wird für immer in den Annalen des Tennis als ein außergewöhnliches Ereignis verzeichnet bleiben, ein Beweis dafür, dass im Sport manchmal die unglaublichsten Geschichten geschrieben werden.
