Falcao verlässt bogotá: ein trauriger abschied für millonarios?
Ein Schock für die Anhänger von Millonarios: Radamel Falcao García könnte bereits am Dienstag sein letztes Spiel im Trikot der Blauen im Campín bestreiten. Die Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung des verehrten Stürmers ist geplatzt – und die Gründe liegen tiefer als nur im sportlichen Bereich.

Die bittere wahrheit nach dem unentschieden gegen boyacá chicó
Nach dem müden 2:2 gegen Boyacá Chicó in der Copa BetPlay ließ Falcao in der Mixed Zone eine Bombe platzen. Das Spiel gegen O'Higgins aus Chile am Dienstag könnte sein Abschiedsspiel in Bogotá sein. Ein Satz, der die Fans wie ein Schlag traf. Der Kolumbianer, der gerade erst von einer Wangenfraktur zurückgekehrt war und trotz allem noch einmal sein Können aufblitzen ließ – sogar mit einem, wenn auch ungültigen, Tor –, machte deutlich, dass seine Zukunft außerhalb von Millonarios liegt.
“Es hängt nicht von mir oder Millonarios ab”, erklärte Falcao ehrlich. Die Hindernisse, die seiner Verbleib in Kolumbien entgegenstehen, sind offenbar immens. Es sind “Dinge, die außerhalb des Fußballs liegen”, wie er es nannte, die seine Entscheidung beeinflussen. Eine Situation, die den Verein und die Fans gleichermaßen frustriert.
Die Steuerlast als Stolperstein Die Ursache für dieses Dilemma liegt laut Insidern in der immensen Steuer- und Abgabenlast, die Sportler mit hohem Einkommen in Kolumbien tragen müssen. Bereits bei den ersten Verhandlungen war dies ein erheblicher finanzieller Faktor, der nun die Verlängerung seines Vertrags nahezu unmöglich macht. Eine finanzielle Belastung, die selbst für einen Spieler von Falcaos Format unüberwindbar scheint.
Das Duell gegen O'Higgins am Dienstag um 17:00 Uhr wird somit nicht nur über die Qualifikation für die K.o.-Runde der Copa Sudamericana entscheiden, sondern auch zu einem emotionalen Abschied von einem der größten Torschützen der kolumbianischen Nationalmannschaft. Das Campín wird sich zweifellos in Blau und Weiß kleiden, um dem “Tigre” einen würdigen Abschied zu bereiten. Trotz seiner Verletzungen und der reduzierten Spielzeit war Falcaos Einfluss auf die Mannschaft und die Fans unbestreitbar. Er hat seinen Traum von einer Rückkehr nach Hause erfüllt – wenn auch nicht so, wie er es sich vielleicht vorgestellt hat.
Während die Vereinsführung verzweifelt nach einer juristischen oder wirtschaftlichen Lösung sucht, muss der kolumbianische Fußball sich damit abfinden, dass ein Ära zu Ende geht. Der “Tigre” wird seine letzten Rufe in Bogotá von sich geben, bevor er sich neuen Herausforderungen stellt. Ein trauriger Moment für den kolumbianischen Fußball, aber ein Beweis für Falcaos unvergesslichen Beitrag zum Sport.
