Ex-profi janmaat packt aus: kokain zerstörte ehe und karriere

145 Premier-League-Einsätze, 34 Länderspiele, Millionengehalt – und dann der freie Fall. Daryl Janmaat, 36, gab das Lächeln des gefeierten Verteidigers auf, um das grauenhafte Gesicht seiner Kokainsucht zu zeigen. „Ich habe Menschen, die ich liebte, belogen. Das ist furchtbar“, sagt er der niederländischen Zeitung AD.

Der strukturierte profi wurde zur leeren hülle

Die Diagnose klingt banal, ist aber tödlich: Strukturverlust. Plötzlich kein Klub mehr, kein Kader, kein Körperprogramm. Janmaat landete als technischer Leiter bei ADO Den Haag – und fühlte sich „völlig fehl am Platz“. Das Kokain schlich sich in die Leere. „Es ging wirklich, wirklich schlecht“, sagt er. Wie schlecht? Er zuckt mit den Schultern, lässt die Frage offen, die Antwort liegt in den Tränen seiner Ex-Frau.

Denn die Ehe ist nur noch auf dem Papier existent. „Offiziell bin ich verheiratet, aber wir sind nicht mehr zusammen“, sagt Janmaat. Die Sucht war nicht alleinige Todesursache der Beziehung, „aber sie hat die Sache natürlich nicht besser gemacht“.

Entzug statt training: jetzt betreibt er ein fitnessstudio

Entzug statt training: jetzt betreibt er ein fitnessstudio

Rückblick: Nach seiner Demission bei ADO schloss sich Therapie an, dann der kalte Entschluss. Janmaat eröffnete ein eigenes Fitnessstudio, um dem Körper wieder ein Ziel zu geben. „Danach habe ich einen anderen Weg eingeschlagen. Ja, den richtigen. Zum Glück.“ Die Formel klingt einfach, ist es nicht. Sucht ist ein „Kampf bis zur Erschöpfung“, sagt er. Ein innerer Zweikampf, den man nicht mit Pressing oder Doppelpass gewinnt.

Die Geschichte endet nicht mit einem Siegerpokal. Sie endet mit einer Hotline: 0800-1110111. Janmaat will nicht, dass jemand nachliest, sondern dass jemand anruft. Dann hat der ehemalige Liga-Oldie doch noch eine Vorlage rausgeholt – und diese rettet möglicherweise Leben.