Europäischer fußball erobert nordamerika: historischer wm-erfolg!
Ein Beben geht durch die Fußballwelt: Sechs europäische Mannschaften haben sich sensationell im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika einen Platz gesichert. Ein solches Ausmaß an europäischer Dominanz außerhalb des Kontinents war seit Jahrzehnten nicht mehr zu verzeichnen – und deutet auf eine mögliche Trendwende hin.
Die rückkehr der alten stärke
Spanien, Frankreich, England, Norwegen, Belgien und die Schweiz – diese sechs Nationen stellen eine beispiellose europäische Präsenz im Viertelfinale dar. Die letzte vergleichbare Situation gab es 1994, ebenfalls in den USA, als die WM dort ausgetragen wurde. Die Zwischenjahre 2002, 2010, 2014 und 2022 zeigten stets eine geringere Anzahl europäischer Teams unter den besten Acht. Die Faszination des europäischen Fußballs scheint nun ungebremst über den Atlantik zu schwappen.
Die FIFA-Weltrangliste unterstreicht diesen Trend: Fünf der acht besten Mannschaften der Welt stammen aus Europa. Mit 16 Teilnehmern bei dieser erweiteren WM (48 Teams insgesamt) stellt Europa zudem den größten Kontinentalverband. Das ist eine beeindruckende Machtdemonstration, die sich in den Ergebnissen widerspiegelt.

Die herausforderung für titelverteidiger und außenseiter
Titelverteidiger Argentinien und Marokko komplettieren das Viertelfinale. Der afrikanische Meister wird am Donnerstagabend (22:00 Uhr, ARD und MagentaTV) gegen den scheinbar unaufhaltsamen französischen Giganten antreten. Die Aufgabe ist enorm, aber die bisherigen Leistungen Marokkos zeigen, dass Überraschungen möglich sind. Aber ganz ehrlich: Frankreich wirkt momentan in einer Form, dass es schwer wird, sie aufzuhalten.
Historisch gesehen war das Abschneiden europäischer Mannschaften bei Weltmeisterschaften außerhalb Europas oft enttäuschend. Spanien (2010) und Deutschland (2014) waren die einzigen Ausnahmen. Doch die aktuelle Konstellation lässt optimistisch auf eine Erweiterung dieser Liste blicken. Die europäischen Teams haben die Chance, die WM nach Europa zu bringen – und die Zeichen dafür stehen gut.
