Europa-duell: schweiz gleicht gegen spanien aus – gomez sticht hervor!
Sarajevo bebte Fußballspannung! Im ersten Gruppenspiel der U19-Europameisterschaft trennten sich Spanien und Schweiz mit einem müden 2:2-Unentschieden. Spanien, als Titelverteidiger und haushoher Favorit, agierte zwar dominant, doch die Schweizerinnen bewiesen ihre Cleverness und Moral.

Ainoa gómez – spanischer lichtblick im chaotischen spiel
Die Spanierinnen starteten furios und demonstrierten bereits in den ersten Minuten ihre Ambitionen, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Ainoa Gómez, die unbestrittene Leistungsträgerin des Teams, war überall zu finden und sorgte mit ihren Dribblings und Pässen für zahlreiche gefährliche Situationen. Irune Dorado hatte ebenfalls zwei Hochkaräter, die jedoch das Schweizer Tor nicht fanden. Spanien kontrollierte das Spielgeschehen, während die Schweiz versuchte, sich mit einer defensiven Taktik zu wehren.
Doch dann kam die kalte Dusche: In der 33. Minute gelang Emili Mece aus dem Nichts die Führung für die Schweiz. Nur zwei Minuten später antwortete Gómez mit einem kraftvollen Schuss aus der Distanz – 1:1! Die Partie nahm Fahrt auf, und beide Teams zeigten sich bemüht, die Oberhand zu gewinnen. Iris Ashley und Emma Moreno verfehlten knapp das Tor, bevor Rosalía Domínguez nach ihrer Einwechslung für zusätzliche Gefahr sorgte. Zwyssig, die Schweizer Torhüterin, parierte jedoch mit zwei Glanzleistungen.
Ein umstrittener Elfmeter entscheidet das Spiel
Die zweite Halbzeit verlief ähnlich wie die erste, mit großem Druck durch Spanien. Gómez sorgte in der 63. Minute erneut für Aufregung, als sie per Kopf zur erneuten Führung für ihre Mannschaft einschoss. Doch die Freude währte nicht lange. Ein fragwürdiger Strafstoß, nach einem Foulspiel von Folgado, ermöglichte Pfister in der 87. Minute den Ausgleich. Der Schiedsrichter, eine englische Unparteiische, sorgte mit dieser Entscheidung für viel Kritik und Diskussionen.
Das Unentschieden spiegelt zwar die kämpferische Leistung beider Mannschaften wider, lässt aber die Frage offen, ob Spanien seine Favoritenrolle gerechtfertigt hat. Die Schweizerinnen zeigten, dass man sich auf sie verlassen kann, auch wenn die Chancen nicht immer auf ihrer Seite stehen.
Am kommenden Samstag, den 1. Juli, trifft Spanien im Training Centre FFBH von Zenica auf Island. Ein Sieg ist nun unerlässlich, um im Rennen um den Gruppensieg bestehen zu können. Die Reise nach Island wird zeigen, ob die spanische U19 ihren Anspruch als europäische Spitze erfüllen kann. Die Leistung heute war zwar solide, aber es bleibt die Frage, ob sie bereit sind, den hohen Anforderungen des Turniers gerecht zu werden.
