Eulen ludwigshafen klettern: 37:33 gegen dormagen rettet tabellenplatz

Der Aufwärtstrend hält an. Die Eulen Ludwigshafen haben im Nachholspiel des 21. Spieltags den TSV Bayer Dormagen mit 37:33 bezwungen und sich damit auf den 12. Tabellenplatz vorgearbeitet – ein Ergebnis, das in dieser Saison mehr wert ist als es auf den ersten Blick scheint.

Vier spieler, sechs tore: eine mannschaft, kein einzelkämpfer

Was an diesem Mittwochabend in Ludwigshafen auffiel, war nicht ein einzelner Ausreißer in der Statistik. Gleich vier Spieler erzielten je sechs Treffer – ein Zeichen dafür, dass die Pfälzer trotz ihrer bekannten Personalprobleme als Einheit funktionieren. Genau das ist es, was Teams in dieser Phase einer Saison trägt oder fallen lässt.

Zur Halbzeit führten die Gastgeber knapp mit 18:16. Nach der Pause drehten sie auf. Der Vorsprung wuchs auf bis zu fünf Tore, doch Dormagen ließ sich nie ganz abschütteln. Das Ergebnis blieb bis zum Schluss unter Spannung – und das macht den Sieg, wenn man ehrlich ist, noch glaubwürdiger. Kein Schaufensterresultat, sondern harte Arbeit.

Die tabelle lügt nicht: 18:26 punkte und luft nach unten

Die tabelle lügt nicht: 18:26 punkte und luft nach unten

Mit 18:26 Punkten stehen die Eulen nun auf Rang zwölf. Das klingt solide, ist es aber nur bedingt. Der Blick nach unten bleibt schmerzhaft nötig. Erst der vorangegangene 30:27-Erfolg beim Dessau-Roßlauer HV, jetzt dieser Sieg gegen Dormagen – die Mannschaft von Tim Schaller liefert in einem Moment, in dem andere Teams zittern und wackeln.

Und der Rhythmus bleibt eng: Am Sonntag, 17:00 Uhr, wartet mit der SG BBM Bietigheim der nächste Gegner. Der 23. Spieltag verteilt sich zwischen Freitag und Montag, mit insgesamt neun Partien, die den Abstiegskampf weiter durchschütteln werden. Hüttenberg empfängt Lübeck-Schwartau, Ferndorf trifft auf Dessau-Roßlau, Nordhorn-Lingen bekommt es mit Balingen zu tun. Jedes Spiel ein kleines Endspiel für irgendjemanden.

Was diese serie für ludwigshafen bedeutet

Was diese serie für ludwigshafen bedeutet

Zwei Siege in Folge, trotz Personalnot, trotz Druck. Das ist keine Zufallsserie. Die Eulen haben in den letzten Wochen eine Stabilität gezeigt, die viele ihnen zu Beginn dieser Phase nicht zugetraut hätten. Ob das bis zum Saisonende reicht, wird sich zeigen – aber wer jetzt zweifelt, hat die letzten Wochen nicht aufmerksam verfolgt.

Der 2. Handball-Bundesliga-Alltag ist gnadenlos. Punkte werden nicht verschenkt, und die Eulen sammeln sie gerade mit einer Hartnäckigkeit, die Respekt verdient.