Estere volfa krönt sich zur biathlon-königin und demütigt mama
Am Arber schreibt gerade
ein 20-jähriges Mädchen aus Lettland Sportgeschichte – und tut das mit einer Überlegenheit, die selbst hartgesottene Biathlon-Kenner sprachlos macht. Estere Volfa gewann am Mittwoch den Junioren-Sprint mit 53,9 Sekunden Vorsprung. Keine Tippfehler, kein Missverständnis. Fast eine Minute. In einer Sportart, in der Zehntelsekunden Karrieren entscheiden.Lettland, wo bitte liegt das im biathlon-atlas?
Wer vor zwei Wochen noch gefragt hätte, ob Lettland jemals eine Junioren-WM-Medaille im Biathlon gewinnen kann, hätte bestenfalls ein müdes Lächeln geerntet. Jetzt grüßt das baltische Land nach neun von 18 Wettkämpfen von Platz zwei im Medaillenspiegel. Zwei Gold, ein Silber. Das ist keine Überraschung mehr – das ist eine Ansage.
Dabei ist der Kontext noch beeindruckender: Vor diesem Turnier in Oberbayern hatte kein lettischer Athlet bei einer Junioren-WM auch nur Edelmetall berührt. Im Weltcup steht das Land bei insgesamt zwölf Podestplätzen und einem einzigen Sieg. Volfa baut gerade im Alleingang eine neue Realität.

Sie hatte angst vor dem schuss – und wurde weltmeisterin
Die Ironie der Geschichte: Volfa mochte das Schießen anfangs überhaupt nicht. „Am Anfang hatte ich Angst vor dem Schuss
