Espanyol: sechzehn spiele ohne sieg – abstiegskampf droht!
Das Espanyol-Team steuert unaufhaltsam auf einen Abgrund zu. Das 0:0 gegen den Levante im RCDE Stadium war nur der nächste Tiefpunkt in einer alarmierenden Durststrecke. Sechzehn Spiele sind mittlerweile ohne Sieg vergangen – eine erschreckende Bilanz, die den Verein in einen existenziellen Abstiegskampf zwingt.
Die euphorie ist einer ernsten sorge gewichen
Noch vor wenigen Monaten träumte man im Espanyol von Europa, doch nun kämpft man verzweifelt darum, die Klasse zu halten. Fünf Punkte Vorsprung auf Sevilla sind zwar aktuell beruhigend, aber angesichts der anhaltenden Misere kaum eine Garantie. Trainer Manolo González wirkte nach dem Spiel bedrückt und sprach von einer schweren Last, die das Team trage. „Wir geben alles“, klagte er, „aber es reicht einfach nicht.“
Im ersten Durchgang zeigte das Espanyol zumindest Ansätze einer besseren Leistung. „Wir waren besser als der Gegner“, betonte González. „Wir haben gut verteidigt, gepresst und den Gegner weitgehend in seiner eigenen Hälfte gefangen gehalten. Es gab kaum eine Aktion im gegnerischen Strafraum, abgesehen von den üblichen Kontern.“ Doch diese Dominanz konnte nicht in Tore umgewandelt werden. Im zweiten Durchgang geriet das Spiel dann völlig aus dem Ruder. „Ohne dass der Gegner etwas zugestellt hätte – das beunruhigt mich am meisten“, gestand González. „Es ist uns schlichtweg nicht gelungen, wieder ins Spiel zu finden.“

Fehlende durchschlagskraft im angriff
Die Probleme im Angriff sind offensichtlich. „Wir haben in der ersten Hälfte gute Aktionen über die Flügelseite erzeugt, vor allem über den rechten Flügel, mit vielen gefährlichen Flanken und Torschüssen“, erklärte der Coach. „Es fehlt uns einfach die nötige Präzision im letzten Drittel.“ Statt den Ball zu spielen, wird er oft sinnlos abgegeben oder es wird eine riskante Situation gesucht. Man kann den Spielern die Anspannung ansehen, das Verlangen, es richtig zu machen, was sie manchmal zögern lässt, zu riskieren.
Die psychische Belastung der Spieler ist immens. Eine negative Dynamik setzt sich fort – ähnlich wie in der Vorsaison, wo man auch bei Leistungen unterlegen Siege einfuhr, so muss man sich nun auch bei guten Leistungen mit einer Niederlage oder einem Unentschieden begnügen. Das Team gibt zwar alles, doch es reicht nicht aus.
González mahnte zur Besonnenheit und rief seine Mannschaft zu noch mehr Kampfgeist auf: „Wir müssen weiter hart arbeiten, versuchen, die Dynamik zu ändern, jeden Gegner bestmöglich angehen und mental stark bleiben. Es gibt keine andere Lösung.“ Ein Wechsel während der zweiten Halbzeit sollte frischen Wind bringen, doch der Versuch, mit einem 3-5-2 System für mehr Angriffskraft zu sorgen, scheiterte.
Die Zeit drängt. Espanyol muss sich jetzt fangen, um den Abstieg zu vermeiden. Denn eines ist klar: So kann es nicht weitergehen.
