Erdbeben erschüttert englischen wm-tross: tuchel krempelt kapitänsfrage!
West Palm Beach – Die Vorbereitung der englischen Nationalmannschaft auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika hat eine unerwartete Wendung genommen: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 ließ die „Three Lions“ erzittern. Während es glücklicherweise ohne Verletzte und größere Schäden ausgegangen ist, wirft der Vorfall Fragen auf und sorgt für zusätzliche Brisanz in einer ohnehin schon turbulenten Vorbereitungsphase.

Tuchel setzt auf rice als vize
Nur wenige Tage vor dem ersten Gruppenspiel gegen Kroatien (17. Juni, 22 Uhr) in den USA hat Bundestrainer Thomas Tuchel einen weiteren wichtigen Schritt unternommen: Er ernannte Declan Rice zum Vize-Kapitän hinter dem Stürmerstar Harry Kane. Eine Entscheidung, die angesichts von Rices Leistungen und Führungsqualitäten durchaus nachvollziehbar ist. Das Team befindet sich aktuell in einem provisorischen Quartier in West Palm Beach, Florida, wo die letzten Vorbereitungen getroffen werden.
Doch die Erschütterungen des Erdbebens, dessen Epizentrum sich etwa 400 Meilen entfernt an der Westküste Kubas befand, sorgten auch bei den Engländern für Aufruhr. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen deutlich, wie Möbel wackelten und sich in Orlando, wo das Testspiel gegen Costa Rica am Mittwoch stattfindet, einige Gebäude vorsichtshalber evakuiert werden mussten. Sogar Besucher von Disney World berichteten von spürbaren Auswirkungen. Laut dem US Geological Survey handelte es sich um das zweitstärkste Erdbeben in der Region seit 1880, als ein noch stärkeres Beben verzeichnet wurde.
Die Schießerei in Kansas warf bereits einen Schatten. Bereits am Montag sorgte eine Schießerei in der Nähe des endgültigen Trainingsgeländes in Kansas City für Besorgnis – nur vier Meilen von der Anlage entfernt. Neun Menschen wurden dabei verletzt. Ein erschreckendes Ereignis, das Tuchel und sein Team nun zusätzlich belastet.
Die „Three Lions“ gelten als einer der Top-Favoriten für den WM-Titel, doch die bisherige Vorbereitungszeit ist alles andere als reibungslos verlaufen. Trotz der widrigen Umstände wollen sich die Spieler und der Trainerstab nicht entmutigen lassen und sich auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren. Das Duell gegen Costa Rica am Mittwoch wird dabei eine wichtige Standortbestimmung sein, bevor es weiter nach Kansas City geht, wo das Camp für die gesamte Weltmeisterschaft eingerichtet wird. Die Aufgabe, sich gegen Kroatien, Ghana und Panama in der Gruppe durchzusetzen, bleibt bestehen – und erfordert nun noch mehr mentale Stärke.
Die Welt hält den Atem an. Ob Tuchel und seine Mannschaft trotz der unglücklichen Umstände in der Lage sein werden, das Ruder herumzureißen und den WM-Titel zu holen, wird die kommenden Wochen zeigen. Eine Sache ist jedoch klar: Dieser WM-Tross hat schon vor dem ersten Spielball einiges erlebt.
