Enric mas: überlebenskampf in ligurien – astana am rande der verzweiflung?
Die italienische Sonne brannte unbarmherzig auf die Fahrer, während die 19. Etappe der Giro d’Italia eine brutale Zerreißprobe fand. Enric Mas, der spanische Hoffnungsträger, kämpfte zwar weiter, doch gegen die entfesselte Power des ecuadorianischen Gegners hatte er keine Chance. Ein Tag der Hinterhalte, ein Tag der verpassten Gelegenheiten – und ein Tag, der Astana möglicherweise das Genick brach.

Die astana-misere: mehr als nur pech
Die Gerüchte über Mas’ Ausscheiden kursierten bereits in Spanien, doch auf der Straße zeigte er sich noch, wenn auch geschlagen. Die Astana-Mannschaft, einst gefürchtet für ihre taktische Finesse und ihre schlagkräftigen Sprinter, scheint in eine tiefe Krise zu geraten. Ein Tag wie dieser, geprägt von vermeintlichen Hinterhalten und verpassten Chancen, wirft Fragen auf. War es nur Pech, wie die Ligurische Küste mit ihren malerischen Buchten und dem Duft der Focaccia suggeriert? Oder steckt mehr dahinter?
Barguil, der Franzose, versuchte zwar das Unerwartete, setzte auf eine frühe Flucht, doch seine Bemühungen blieben ohne Erfolg. Die Jagd war unerbittlich, die Kräfte schwanden. Das Rennen, eine Mischung aus Anstrengung und Schönheit, einer Landschaft, die zwischen Zitronenhainen und steilen Klippen wechselt, offenbarte die menschliche Zerbrechlichkeit. Lefevere, der Teamchef, beobachtete das Geschehen am Straßenrand, sein Gesichtsausdruck sprach Bände.
Die letzte Anhöhe, getauft mit dem Namen „Racca“, offenbarte die Schwächen der Astana-Mannschaft deutlicher denn je. Ein Name, der nun für Enttäuschung und verpasste Träume steht. Nicht zwei ohne drei, so heißt es, doch die aktuelle Situation lässt wenig Raum für Optimismus. Die Ligurische Sonne, die eigentlich für Freude und Erholung stehen sollte, wurde zum Zeugen eines dramatischen Niedergangs. Die Focaccia in Levanto schmeckte heute bitter.
Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Astana diesen Rückschlag überwinden kann. Die Konkurrenz schläft nicht, und die Zeit drängt. Denn in der Welt des Profi-Radsports ist es entscheidend, schnell wieder auf die Beine zu kommen – oder am Rande des Abgrunds zu verschwinden.
