England-spiel in florida: stimmungslos vor wm-auftakt?

Ein frostiger Empfang für die Three Lions: Nur wenige Fans in Florida zeigen sich für das Testspiel gegen Neuseeland am 6. Juni begeistert. Die WM steht vor der Tür, doch das Interesse an Englands Vorbereitung ist überraschend gering.

Ticket-verkauf hinterlässt fragen

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 beginnt in wenigen Tagen in den USA, Kanada und Mexiko. England, als eines der Top-Teams, bestreitet kurz davor zwei Testspiele auf amerikanischem Boden. Das erste, gegen Neuseeland im Raymond James Stadium in Tampa, Florida, könnte jedoch zu einem Desaster werden. Bislang wurden lediglich 13.000 Tickets abgesetzt – in einer Arena, die fast dreimal so viele Zuschauer fassen könnte. Über 50.000 Sitze drohen leer zu bleiben. Das ist ein Schlag ins Gesicht für den englischen Fußballverband.

Auch die exklusiven Tickets für den England Supporters Travel Club sind nur bedingt gefragt. Von 3.776 zugewiesenen Plätzen wurden bisher lediglich 1.500 von Mitgliedern beansprucht. Ein Detail, das besonders sticht: In Florida leben schätzungsweise 400.000 englische Auswanderer. Doch auch diese scheinen das Interesse an der Partie begrenzt zu sein. Die günstigsten Karten für die Generalprobe kosten rund 62 Euro – ein Preis, der offenbar nicht jeden überzeugt.

Warum das desinteresse?

Warum das desinteresse?

Die Gründe für die geringe Nachfrage sind vielfältig. Möglicherweise liegt es an der späten Terminierung des Spiels, nur fünf Tage vor dem WM-Beginn. Oder die Fans sind noch nicht ausreichend auf die WM in Nordamerika eingestimmt. Es könnte aber auch ein Zeichen dafür sein, dass der Hype um die englische Nationalmannschaft in den USA noch nicht so groß ist, wie viele es sich erhofft hatten. Die fehlende Euphorie ist spürbar.

Die Partie gegen Neuseeland wird nun zu einer Art Standortbestimmung für das englische Team. Doch statt einer mitreißenden Atmosphäre im Stadion wird es wohl eher eine gedämpfte Stimmung geben. Die Verantwortlichen müssen sich fragen, wie sie das Interesse an der englischen Nationalmannschaft in den USA langfristig steigern können. Denn eines ist klar: So kann es nicht weitergehen, wenn England in den USA wirklich erfolgreich sein will.