Elliott-poker: leipzig hofft auf schnäppchen, gruda-deal im visier
RB Leipzig rüstet für die Offensive – und Harvey Elliott vom FC Liverpool könnte dabei eine überraschende Rolle spielen. Nach dem gescheiterten Versuch, Brajan Gruda von Brighton & Hove Albion zu verpflichten, rückt der englische Mittelfeldspieler ins Rampenlicht. Doch der Weg zum Transfer könnte holprig sein.
Die gruda-sperre und ellliotts chance
Die Verpflichtung von Brajan Gruda war offenbar Leipzigs Plan A. Ein Leihgeschäft mit Kaufoption oder sogar Kaufpflicht stand im Raum. Doch offenbar scheiterten die Verhandlungen. Das eröffnet Elliott eine neue Chance. Der 21-Jährige kehrt nach seiner Leihe zu Aston Villa an die Mersey zurück, wo sein Vertrag noch bis 2027 läuft. Ein Verkauf scheint aufgrund der Restlaufzeit realistisch – und Leipzig könnte im zweiten Anlauf zuschlagen.
15 bis 20 Millionen Euro soll Liverpool für den talentierten Mittelfeldspieler fordern. Eine Summe, die für die Sachsen durchaus in Reichweite liegt. Aber es gibt einen Haken: Die Saison bei Aston Villa verlief für Elliott alles andere als geglücklich. Nur 284 Einsatzminuten standen zu Buche, und die Klausel, die Villa bei zehn Einsätzen zur Pflichtkaufoption von rund 40 Millionen Euro aktiviert hätte, wurde knapp verfehlt. Trainer Unai Emery sprach von einer „peinlichen Situation“ und entschuldigte sich öffentlich bei Elliott.

Klopps verbindung und die villa-pleite
Ein entscheidender Faktor könnte Jürgen Klopp sein. Der ehemalige Liverpool-Coach, der nun als Global-Boss fungiert, hatte Elliott bereits 2019 von Fulham nach Liverpool geholt und ihn in die U23 integriert. Später durfte der Youngster unter Klopp 119 Pflichtspiele für die Profis absolvieren. Diese enge Verbindung könnte Leipzig in den Verhandlungen helfen. Aber die Frage ist, ob Klopp selbst eine Verpflichtung bei seinem neuen Arbeitgeber unterstützt. Die enttäuschende Zeit bei Aston Villa wirft zudem Fragen nach Ellliotts aktueller Form und seiner Einsatzbereitschaft auf.
Die Entscheidung liegt nun bei Leipzig. Wenn der Gruda-Deal tatsächlich platzt, könnte Elliott eine spannende Option für die offensive Verstärkung darstellen. Aber die Villa-Pleite und die hohe Ablösesumme machen den Deal zu einem riskanten Unterfangen. Es bleibt abzuwarten, ob Leipzig bereit ist, dieses Risiko einzugehen – oder ob sie sich nach anderen Alternativen umsehen.
