Elfmeterschießen-drama! deutschland scheitert bei wm-debakel

Schock in Foxborough: Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der WM 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko frühzeitig ausgeschieden. Im Sechzehntelfinale gegen Paraguay kassierte das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann eine bittere 3:4-Niederlage im Elfmeterschießen, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 gestanden hatte. Ein historischer Tiefpunkt für den deutschen Fußball – noch nie zuvor verlor die DFB-Elf ein Elfmeterschießen bei einer Weltmeisterschaft.

Var-fehlentscheidung wirft lange schatten

Schon während der Verlängerung kochte die Gemüter. Jonathan Tahs Kopfballtor, das den möglichen Sieg bedeuten könnte, wurde vom Video Assistant Referee (VAR) zurückgenommen. Tatiana Guzman aus Nicaragua rief Schiedsrichter Jalal Jayed an den Bildschirm, nachdem dieser eine Berührung zwischen Tah und Paraguays Torwart Orlando Gill gesehen haben wollte. Lutz Wagner, Schiedsrichterexperte der Sportschau, zweifelte an dieser Entscheidung an: „Für mich orientieren sich beide zum Ball. Eher macht der Torwart eine Bewegung zu Waldemar Anton.“ Ein Fehler, der die deutsche WM-Hoffnung im Keim erstickte.

Havertz weckt hoffnung, paraguay kontert

Havertz weckt hoffnung, paraguay kontert

In der hitzigen Atmosphäre des Sechzehntelfinales hatte Kai Havertz mit einem Kopfballtor für den wichtigen Ausgleich gesorgt und so die deutsche Mannschaft zurück ins Spiel gebracht. Doch die Paraguayer zeigten sich unbeeindruckt und nutzten die Nervosität im Elfmeterschießen aus. Die deutsche Abwehr wackelte, die Offensive fand kaum Lösungen gegen die tiefstehende paraguayische Mannschaft.

Kimmich im ungewohnten gewand – taktische überlegung?

Kimmich im ungewohnten gewand – taktische überlegung?

Bundestrainer Nagelsmann hatte überraschend Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger aufgestellt – eine taktische Entscheidung, die während des Spiels für Diskussionen sorgte. Ob eine Umstellung im Mittelfeld gegen Paraguay in Betracht gezogen wurde, verneinte Nagelsmann kurz: „Nee, für dieses Spiel nicht.“ Ein Hintertürchen für mögliche weitere WM-Partien bleibt aber offen.

Die deutsche elfmeterschießen-historie

Die deutsche elfmeterschießen-historie

Die bittere Niederlage im Elfmeterschießen wirft einen langen Schatten auf die deutsche Fußballgeschichte. Noch nie zuvor war es dem DFB-Team in einem WM-Elfmeterschießen passiert. Die letzte Teilnahme an einem Elfmeterschießen bei einer WM liegt bereits 20 Jahre zurück, als Deutschland 2006 im eigenen Land gegen Argentinien gewann und den dritten Platz belegte. Jens Lehmann hielt damals einen Elfmeter von Roberto Ayala – ein schwacher Trost im Vergleich zu dem Drama in Foxborough.

Die WM-Reise ist für Deutschland abrupt beendet. Nach dem frühen Aus in der Gruppenphase 2018 und dem erneuten Scheitern in der Gruppenphase 2022 ist dies nun die dritte Enttäuschung in kurzer Zeit. Die Frage, die sich nun stellt: Wie geht es für den deutschen Fußball weiter?