Elfmeter-drama in perth: marokko schaltet oranje aus!

Schock in Perth! Die Hoffnung auf einen weiteren Titelträumer aus der holländischen Nationalmannschaft ist am heutigen Sonntag im Sechzehntelfinale der WM gegen Marokko geplatzt. Nach einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen zog das Team von Ronald Koeman den kürzeren und verabschiedete sich mit 3:2 vom Turnier – ein Schock für die Fans in Orange.

Saibaris goldener elfmeter: marokkos triumph

Saibaris goldener elfmeter: marokkos triumph

Der entscheidende Moment gehörte Ismael Saibari, dem baldigen Bayern-Star, dessen präziser Elfmeter die marokkanische Freude auslöste. Ein Sieg, der die beeindruckende Turnierreise der Nordafrikaner krönt, die bisher ungeschlagen blieben und nun am 4. Juli in Houston auf den Gastgeber Kanada treffen.

Doch das Spiel selbst war alles andere als einseitig. Bereits in der Anfangsphase musste Torwart Bart Verbruggen gleich zweimal gegen Hakimi glänzen, um seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand zu bewahren. Ein unglücklicher Ellbogen-Kontakt von Jan Paul van Hecke, der von der Schiedsrichterin unglücklicherweise übersehen wurde, hätte eine Verwarnung nach sich ziehen müssen, hätte die Zeitlupe nicht die Situation aufgedeckt.

Die Holländer zeigten sich jedoch nicht geschlagen. Micky van de Ven ließ mit einem Fernschuss aufhorchen, doch der marokkanische Torwart vereitelte mit einer spektakulären Parade den Führungstreffer. Kurz vor der Pause verpasste Ounahi knapp die Führung, bevor Saibari nur Zentimeter an einem Tor vorbei schoss.

Nach der Pause erhöhte van de Ven den Druck mit einem entscheidenden Grätschen gegen Hakimi. Oranje antwortete mit einem Blitzangriff: Wout Weghorst verlängerte auf Summerville, der Gakpo in Szene setzte. Der Liverpool-Star ließ sich nicht zweimal bitten und netzte eiskalt zur 1:0-Führung ein. Ein Tor, das von tiefer Emotion geprägt war, denn Gakpo und seine Freundin hatten kurz zuvor den Verlust ihres Sohnes verkünden müssen. Bondcoach Koeman sprach von der maximalen Unterstützung für den Spieler, der mit Tränen in den Himmel blickte.

Marokko gab sich jedoch nicht geschlagen und glich in der Nachspielzeit durch Issa Diop durch einen Kopfball aus. In der Verlängerung bewahrte Verbruggen mit einer „Jahrhundertparade“ gegen Rahimi das Unentschieden. Doch am Ende entschied das Elfmeterschießen – und hier bewies Marokko mentale Stärke. Nach einem gemeinsamen Gebet verwandelten die Marokkaner ihre Schüsse, während die Holländer patzten. Saibaris Siegtreffer löste den Jubel aus, der sich in einem spontanen Zerreißen seines Trikots manifestierte.

Die Weltpresse ist sich einig: Der Mythos ist geplatzt. Nach dem deutschen Elfmeter-Desaster nun auch die holländische Enttäuschung – ein bitterer Tag für den europäischen Fußball. Wie geht es nun für die holländische Nationalmannschaft weiter? Die Antwort wird die kommende Saison zeigen.