Elfenbeinküste: die überraschung für die wm 2026?

Nach zwölf Jahren Dürre kehren die Elefanten von der Elfenbeinküste auf die WM-Bühne zurück – und das mit einem Selbstvertrauen, das man ihnen vor kurzem noch kaum zugetraut hätte. Der Triumph beim Afrika-Cup 2024 hat die Mannschaft von Trainer Emerse Faé verjändert. Die Frage ist: können sie diesen Schwung mitnehmen und in einer vermeintlich schweren Gruppe für Furore sorgen?

Die defensive als schlüssel zum erfolg

Die Qualifikation zur WM 2026 war ein Lehrstück in Sachen Defensive. Zehn Spiele, null Gegentore – ein Ergebnis, das in der modernen Fußballwelt kaum noch zu sehen ist. Dieser eiserne Wille, die eigenen Tore zu schützen, dürfte auch in Deutschland für Kopfzerbrechen sorgen. Die Elfenbeinküste präsentierte sich als eine Mannschaft, die nicht nur offensiv gefährlich ist, sondern vor allem auch diszipliniert und organisiert verteidigt.

Ein deutliches Zeichen der Stärke setzte man mit dem 9:0 gegen die Seychellen. Ein solches Ergebnis spricht Bände und zeigt, dass die Ivorer nicht nur defensiv stabil, sondern auch in der Lage sind, den Gegner zu dominieren und mit Toren zu überzeugen. Es ist die vierte WM-Teilnahme für die Elfenbeinküste, und nach drei frühen K.O.-Runden wollen sie nun zeigen, dass sie zu mehr bereit sind.

Der kader: eine mischung aus erfahrung und talent

Der kader: eine mischung aus erfahrung und talent

Trainer Faé hat einen Kader zusammengestellt, der sowohl erfahrene Kräfte als auch junge Talente vereint. Torhüter Yahia Fofana von Çaykur Rizespor und Mohamed Koné vom Royal Charleroi SC stehen im Kampf um den Platz im Kasten. In der Abwehrreihe sticht der junge Ousmane Diomandé von Sporting CP heraus, der mit seinen Zweikampfstärken und seiner Geschwindigkeit überzeugt. Im Mittelfeld ist Franck Kessié (Al-Ahli) der Dreh- und Angelpunkt, während im Angriff Simon Adingra (AS Monaco) mit seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke für Gefahr sorgen soll.

Die Anspielung auf die Vergangenheit: Trotz dreimaliger Afrika-Cup-Siege scheiterte die Elfenbeinküste bisher in der Gruppenphase einer WM. Diese Erfahrung wird sicherlich als Motivation dienen, um dieses Mal einen längeren Lauf zu erleben.

Die herausforderung gegen deutschland

Die herausforderung gegen deutschland

Das Duell gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland am 20. Juni wird zweifellos der schwierigste Test für die Elfenbeinküste sein. Doch Faé und sein Team scheinen unbeeindruckt. „Wir werden alles geben, um gegen Deutschland zu bestehen“, sagte der Trainer nach dem Afrika-Cup-Sieg. Seine Bilanz als Cheftrainer ist beeindruckend: Seit seinem Amtsantritt im Januar 2024 hat er die Elfenbeinküste zu neuen Höhen geführt und ein Team geformt, das mit Leidenschaft und Kampfgeist spielen kann. Faé, einst selbst ein international erfahrener Spieler, bringt eine Mischung aus Taktikwissen und Menschenkenntnis mit, die ihm helfen wird, seine Mannschaft optimal auf die WM-Herausforderungen vorzubereiten.

Die Elfenbeinküste reist mit dem Wissen an, dass sie ein Außenseiter sind. Aber Außenseiter können eben auch überraschen. Und mit einer stabilen Defensive, einem starken Mittelfeld und einigen pfeilschnellen Angreifern hat die Elfenbeinküste alles, was es braucht, um die WM 2026 zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.